Steuerhinterziehung

Messi sammelt Pleiten: Nach Titel-Verlust auch noch Haftstrafe

2013 vor einer ersten Anhörung wegen Steuerhinterziehung (Bild) war Lionel Messi noch guten Mutes. Nachdem das erstinstanzliche Urteil von 21 Monaten Haft am Mittwoch bestätigt wurde, dürfte sich seine Laune etwas verschlechtert haben. (Archivbild)

2013 vor einer ersten Anhörung wegen Steuerhinterziehung (Bild) war Lionel Messi noch guten Mutes. Nachdem das erstinstanzliche Urteil von 21 Monaten Haft am Mittwoch bestätigt wurde, dürfte sich seine Laune etwas verschlechtert haben. (Archivbild)

Neuer Rückschlag für Lionel Messi: Nachdem er mit dem FC Barcelona bereits den Titel des spanischen Meisters verloren hat, bestätigte am Mittwoch das Oberste Gericht in Madrid seine Haftstrafe von 21 Monaten. Er soll 4,1 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben.

Der Einspruch des Profis gegen das Urteil des Landgerichts von Barcelona vom Juli 2016, das Messi auch zur Zahlung einer Geldstrafe von knapp 2,1 Millionen Euro verdonnert hatte, sei zurückgewiesen worden, teilte das Gericht mit.

Dass der fünfmalige Weltfussballer hinter Gitter muss, gilt allerdings als höchst unwahrscheinlich. Haftstrafen bis zu zwei Jahren werden in Spanien bei nicht vorbestraften Angeklagten praktisch immer zur Bewährung ausgesetzt.

Bei den 4,1 Millionen Euro handelt es sich um Einnahmen aus Bildrechten, die Messi zwischen 2007 und 2009 mit Hilfe von Vater Jorge und Beratern an das spanische Finanzamt vorbeigeschoben haben soll. Bei seiner Aussage vor Gericht hatte der Spieler im Juni 2016 versichert, "von nichts eine Ahnung" gehabt zu haben. "Ich habe meinem Vater vertraut", beteuerte er.

Der mitangeklagte Vater, der auch Manager des Argentiniers ist, war im Strafprozess ebenfalls zu einem Freiheitsentzug von 21 Monaten verurteilt worden. Das Strafmass wurde aber nun vom Obersten Gericht auf 15 Monate reduziert.

Die Entscheidung des Obersten Gerichts wird wohl den Spekulationen um die Zukunft des Argentiniers neue Nahrung geben. Messi hat seinen im Juni 2018 auslaufenden Vertrag mit den Katalanen noch nicht verlängert. Barcelona-Boss Josep Bartomeu versicherte mehrfach, die Verlängerung sei nur eine Frage der Zeit.

Nach Medienberichten wird der Fussballer von Clubs aus der englischen Premier League und auch von Paris Saint-Germain heftig umworben.

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