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FDP-Signale für SVP

Der Anspruch der SVP auf zwei Sitze im Zürcher Regierungsrat sei im Grundsatz ausgewiesen, hält Beat Walti, Präsident der Zürcher FDP, fest.

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Limmattaler Zeitung

Mit wem die SVP den Regierungsratssitz von Rita Fuhrer verteidigen will, wird die SVP offiziell an ihrer Delegiertenversammlung vom kommenden Donnerstag entscheiden. Die Findungskommission der Partei hat die Kantonsratsmitglieder Ernst Stocker, Martin Arnold und Ursula Moor sowie Nationalrat Jürg Stahl als mögliche Kandidaten vorgeschlagen.

«Alle vier SVP-Kandidaten, welche die Kommission vorschlägt, stammen aus dem moderaten und konstruktiven Lager», sagte Beat Walti, Präsident der FDP des Kantons Zürich, gegenüber der «NZZ am Sonntag». Diesbezüglich würde die FDP zu diesen vier «sicher nicht kategorisch Nein sagen». Und: «Unter dem Aspekt der Konkordanz erachten wir den Anspruch der SVP auf den frei werdenden Regierungsratssitz im Grundsatz als ausgewiesen.»

Bäumle im Gegenwind

Der bisher einzige namentlich bekannte Regierungsratskandidat, der Grünliberale Martin Bäumle, kann dagegen kaum mit der Unterstützung der FDP rechnen. Unter anderem stiess einigen Freisinnigen sauer auf, wie sich Bäumle bei den Bundesratswahlen für seinen Fraktionskollegen Urs Schwaller und gegen die FDP-Vertreter Didier Burkhalter und Christian Lüscher einsetzte. Auch von der SP kann Bäumle keine Unterstützung erwarten. So teilte die Partei am Donnerstag mit, dass die Grünliberale Partei eine «klar bürgerliche Partei sei» und dass die Grünen doch bitte einen eigenen Kandidaten aufstellen sollten.

Laut «NZZ am Sonntag» verdichten sich derweil die Hinweise, dass die SP mit einer eigenen Kandidatin oder einem eigenen Kandidaten antritt, wenn die Grünen niemanden nominieren. Nationalrätin Jaqueline Fehr dazu: «Dann würde ich mir ernsthaft überlegen, zu kandidieren.» (liz)