Wie die Generalstaatsanwaltschaft des Karibikstaates am Dienstag mitteilte, hat die Bande Drogen aus Südamerika in die USA geschmuggelt. Peralta - auch "César der Missbraucher" genannt - sei auf der Flucht und werde verfolgt. Zu dem Netzwerk gehörten den Angaben zufolge auch zwei Ex-Profis der US-Baseball-Liga MLB.

Das US-Finanzministerium setzte Peralta und acht weitere Bürger der Dominikanischen Republik am Dienstag auf seine "Kingpin"-Liste. Diese hält weltweit gesuchte Drogenhändler fest und gibt den US-Behörden das Recht, deren Eigentum in den USA einzuziehen.

Auf die Liste kamen nach Angaben des Ministeriums auch mehrere Nachtclubs in der dominikanischen Hauptstadt Santo Domingo, die Peralta gehören. Dort seien Geldwäsche und Menschenhandel betrieben worden. "César Emilio Peralta und seine kriminelle Organisation haben Gewalt und Korruption in der Dominikanischen Republik genutzt, um tonnenweise Kokain und Opioide in die USA und nach Europa zu schmuggeln", hiess es.

Eine der Razzien fand Medienberichten zufolge in einem Hochhaus in Santo Domingo statt, in dem sowohl Peralta als auch der im Juni in einer Bar angeschossene Ex-Baseball-Star David Ortiz Wohnungen haben. Über einen Zusammenhang zwischen den Schüssen auf Ortiz und einem möglichen Streit mit Peralta war zuvor spekuliert worden.