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Fischsterben am Blausee: Runder Tisch mit Beteiligten beschliesst externes Gutachten

In der dem Blausee im Berner Oberland angegliederten Fischzucht sind in den letzten Monaten Zehntausende Tiere gestorben.

In der dem Blausee im Berner Oberland angegliederten Fischzucht sind in den letzten Monaten Zehntausende Tiere gestorben.

Ein externes Gutachten soll Licht in das mysteriöse Fischsterben am Blausee und den geologischen Untergrund im Kandertal bringen. Das haben alle Beteiligten an einem Runden Tisch beschlossen.

(sat) Wie das zuständige Regierungsstatthalteramt und die Gemeinde Kandersteg am Donnerstag mitteilen, haben sich darauf alle am Streit um das Fischsterben im Blausee Beteiligten geeinigt. Dies insbesondere auch mit Blick auf künftige Grossprojekte in der Region, wie etwa den Vollausbau der zweiten Röhre des Lötschbergbasistunnels oder die Arbeiten zur Sicherung des ehemaligen Munitionslagers in Mitholz.

Konkret soll in einem nächsten Schritt ein unabhängiges Fachbüro ein hydrogeologisches Gutachten der Region erstellen. Zudem sind laut Mitteilung Bodenproben vorgesehen, «um weitere Erkenntnisse zur Altlastensituation und deren Auswirkungen auf die Grundwasserströme zwischen dem Steinbruch-Areal, Mitholz und Blausee» zu gewinnen. Am Runden Tisch teilgenommen haben laut Mitteilung unter anderem Vertreter des Bahnunternehmens BLS, des betroffenen Steinbruchs, der Blausee AG sowie Vertreter von Bund, Kanton und lokalen Behörden.

Warum mussten Zehntausende Fische sterben?

In der Fischzucht am Blausee sind in den vergangenen zwei Jahren Zehntausende Tiere gestorben. Die Besitzer verdächtigen als Ursache den benachbarten Steinbruch Mitholz. Bei Sanierungsarbeiten des Lötschberg-Scheiteltunnels seien dort mutmasslich mehrere Tonnen mit Giftstoffen und Schwermetallen belasteter Schotter illegal deponiert worden.

Letzte Woche hat der Baustoffkonzern Vigier, dem das kritisierte Tochterunternehmen gehört, eine «umfassende Untersuchung» rund um die Entsorgung des Gleisaushubs am Lötschberg-Scheiteltunnel eingeleitet. Bereits laufen zudem weitere Untersuchungen des Kantons Bern respektive dessen Kantonsparlaments sowie der zuständigen bernischen Staatsanwaltschaft.

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