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Einsatz hat Einstellung zu Corona verändert

So erlebten drei Mitarbeitende der Pallas Kliniken Ihren Dienst im Kantonsspital Olten.

Im Auftrag von Pallas Klinik Olten
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Die Pallas Kliniken schlossen vom 21. Dezember 2020 bis 31. Januar 2021 den stationären Betrieb in Olten und stellten das ganze Team dem Kantonsspital Olten zur Verfügung.

Die Pallas Kliniken schlossen vom 21. Dezember 2020 bis 31. Januar 2021 den stationären Betrieb in Olten und stellten das ganze Team dem Kantonsspital Olten zur Verfügung.

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Die Situation in den Solothurner Spitälern war Ende des vergangenen Jahres aufgrund der Covid-19-Pandemie derart angespannt, dass sie um Unterstützung baten. Die Pallas Kliniken folgten dem Aufruf und schickten zwölf Pflegefachkräfte, die vor Ort eindrückliche Erfahrungen machten.

«Es war kurz vor Weihnachten, wir hatten alle eine strenge Zeit hinter uns und freuten uns auf ein paar freie Tage. Ein bisschen abschalten und fit wieder ins neue Jahr starten, das war der Plan», erinnert sich Azra Ajanovic, diplomierte Pflegefachfrau und stellvertretende Leiterin der Pflegeabteilung der Pallas Kliniken in Olten. Doch es sollte anders kommen.

Sofort einsatzbereit

Die Solothurner Spitäler riefen um Unterstützung, die Intensiv- und Bettenstationen der Kantonsspitäler seien überlastet. Dass die Pallas Kliniken Personal schicken würden, war Ehrensache, sämtliche Mitarbeitende des stationären Betriebs wurden zusammengetrommelt und über den kommenden Einsatz, der zunächst vom 21. Dezember bis zum 17. Januar dauern sollte – er wurde schliesslich bis am 31. Januar 2021 verlängert – informiert. Dass Azra Ajanovic und ihre Teamkolleginnen und -kollegen nach dieser Mitteilung nicht gerade Freudensprünge machten, lässt sich nachvollziehen.

Auch Benjamin Jetishi, Leiter Pflege bei den Pallas Kliniken in Olten, hatte zunächst gemischte Gefühle: «Wir mussten sehr schnell handeln, das Tagesgeschäft innert kürzester Zeit einstellen und Operationen verschieben, denn wir machten den stationären Bereich dicht. Das gesamte stationäre Team war im Kantonsspital Olten eingeteilt, die Pallas Kliniken in Olten führten neben Untersuchungen und Behandlungen nur noch ambulante Eingriffe durch», erzählt Benjamin Jetishi. «Doch gleichzeitig war ich neugierig, was mich im Kantonsspital Olten erwarten würde, freute mich darauf, neue Eindrücke zu sammeln und Neues zu lernen. Und ich wusste, wir würden das als Team gut meistern.»

Als Lernender auf der Covid-Station

Bereits während des ersten Lockdowns im Frühling 2020 waren einige Mitarbeitende der Pallas Kliniken im Kantonsspital Olten (KSO) im Einsatz. Diesmal traf es alle, auch die Lernenden. Beat Leibundgut, angehender Fachmann Gesundheit (FaGe) im 3. Lehrjahr, erinnert sich: «Ich fragte mich mit einem mulmigen Gefühl, was da wohl auf mich zukommen würde. Ich habe ja noch wenig Berufserfahrung – würde mich das alles überfordern? Und als ich dann noch die Mitteilung erhielt, dass ich auf der Covid-Station eingeteilt war, musste ich schon mal leer schlucken.»

Gewöhnungsbedürftige Schutzkleidung

Doch die Ängste waren unbegründet. «Die ersten drei Tage lief ich einfach mit, die Kolleginnen und Kollegen vom KSO zeigten mir alles und betonten, dass sie mir jederzeit für Fragen zur Verfügung stehen. Das gab mir Sicherheit», sagt Beat Leibundgut. Zu seinem neuen Arbeitsalltag gehörten Blutentnahmen, Blutdruck und Blutzucker messen am Vormittag sowie pflegerische und therapeutische Tätigkeiten am Nachmittag. Gewöhnen musste er sich nicht nur an neue Tätigkeiten, sondern auch an die Schutzkleidung. «Anfangs bekam ich Hautausschläge. Man schwitzt in diesen plastifizierten, luftundurchlässigen Anzügen. Doch mit der Zeit gewöhnte sich meine Haut daran.» Und Beat Leibundgut wuchs immer stärker in seine neue Rolle hinein: «Die Arbeit machte mir Freude. Ich konnte zeigen, was ich während meiner Ausbildungszeit gelernt hatte, und es jeden Tag intensiv anwenden.»

Gleichzeitig machte der Einsatz auf der Covid-Station den FaGe-Lernenden nachdenklich: «Die Zeit im KSO hat meine Einstellung zu Corona verändert. Ich dachte vorher, ich bin doch jung und gesund, was kann da schon passieren. Und dann sah ich starke, junge Männer im Bett liegen, die nicht mal mehr ihr Handy in der Hand halten konnten, kraftlos, ein Häufchen Elend. Corona ist definitiv keine Grippe, das kann ich nun sagen.»

Start ins zweite Leben

Auch Benjamin Jetishi war auf der Covid-Station eingeteilt: «Ich durfte mehrere Patienten pflegen, die sich von der Zeit auf der Intensivstation erholten. Es war eindrücklich und erfreulich, zu sehen, wie sie langsam zu Kräften kamen. Sie haben mir ihre Lebensgeschichten erzählt, einige wurden mit der Rega aus dem Ausland ins Spital geflogen, erhielten im Ausland teilweise sehr schlechte Pflege und sahen schon ihr letztes Stündlein schlagen. Sie sagten, sie fühlten sich, als hätten sie hier ein zweites Leben erhalten, waren enorm dankbar für unsere Pflege und Unterstützung. Das hat mich zutiefst beeindruckt.»

Vieles wieder schätzen gelernt

Auch an Azra Ajanovic ging der Einsatz im KSO nicht spurlos vorbei. «Ich war nicht auf der Covid-Station, sondern auf der Kardiologie und Medizin. Da hatte es Patientinnen, die nach einem Schlaganfall, teilweise gelähmt, nicht mehr richtig sprechen oder selbstständig essen konnten. Das hat mir wieder mal so richtig die Augen geöffnet, was Gesundheit bedeutet. Ich stehe jeden Morgen auf, kann essen, trinken, habe eine gesunde Familie und einen spannenden Job bei den Pallas Kliniken mit super Kolleginnen und Kollegen – das alles schätze ich nun noch mehr.»