Regionalfussball
Meisterschaft 2021/22: Viele Derbys und Saison der kurzen Distanzen

Die Gruppeneinteilung der Regionalfussballsaison 2021/22 beschert den Werdenberger Klubs Vorteile.

Robert Kucera
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Die Spieler des FC Buchs sehen diese Saison wieder mal andere Fussballplätze und reisen zu den Auswärtsspielen meistens nordwärts.

Die Spieler des FC Buchs sehen diese Saison wieder mal andere Fussballplätze und reisen zu den Auswärtsspielen meistens nordwärts.

Bild: Robert Kucera

In der 3.-Liga-Meisterschaft im Regionalfussball sind die Mannschaften in zwei Gruppen aufgeteilt. In der Vergangenheit spielten die Teams aus der Region meistens in der Gruppe 1. Doch dieses Jahr darf der letzte übrig gebliebene Werdenberger Vertreter in der 3. Liga, der FC Buchs, die Meisterschaft in der Gruppe 2 bestreiten.

Somit stehen dem Fanionteam des FC Buchs heuer keine Spiele gegen Sarganserländer oder Bündner Teams bevor. Von elf Auswärtspartien finden deren acht nördlich von Buchs statt. Neben dem Werdenberger Vertreter spielen vier Liechtensteiner und sechs Rheintaler Teams in der Gruppe 2. Dazu kommt noch der FC Staad.

Im Schnitt kommt eine derart günstige Konstellation nur etwa alle zehn Jahr vor. Als absoluter Rekordhalter von kurzen Distanzen gilt für die 3. Liga die Saison 2001/02. Buchs, Grabs und Trübbach trafen ausschliesslich auf Klubs der Regionen Rheintal, Sarganserland und Liechtenstein.

Grössere Plätze kommen Buchser Spiel entgegen

«Aus sportlicher Sicht wird es für uns schwieriger als noch in der Gruppe 1», äussert sich Tino Kesseli, Vizepräsident des FC Buchs, zur Konstellation. Er rechnet mit einer spannenden und ausgeglichenen Meisterschaft. Doch aus seiner Sicht überwiegen die Vorteile, wie zum Beispiel die kürzeren Wege zu den Auswärtspartien. Zur Normalität gehörten in den letzten 20 Saisons regelmässige Reisen in den Kanton Graubünden bis nach Schluein oder Poschiavo oder ans östliche Ende des Zürichsees zu Partien gegen Rapperswil-Jona oder Eschenbach.

Die Ersparnis an Kilometer kommt dabei nicht nur den Spielern zugute, wie Kesseli festhält. Kürzere Anfahrtswege führen zu mehr Buchs-Fans am Spielfeldrand bei Auswärtspartien, aber auch zu mehr Gästefans auf der Rheinau. Ausserdem sei der Bezug zu den Rheintalern und Liechtensteinern grösser und damit auch das Interesse, an diesen Fussballspielen teilzunehmen. Buchs-Vizepräsident Tino Kesseli äussert sich überzeugt:

«Mehr Leute bedeutet mehr Stimmung und grössere Emotionen. Dies führt auch zu besseren Fussballspielen.»

Als weiteren Vorteil, in der Gruppe 2 zu spielen, hat Kesseli Folgendes ausgemacht: «Wir spielen auf grösseren Plätzen als im Bündnerland.» Dies kommt dem Buchser Spiel entgegen. Und dazu kommt noch ein gutes Omen: Als der FC Buchs in der Saison 2013/14 zuletzt in der Gruppe 2 spielte, hat er den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Liga bewerkstelligt.

4.-Liga-Teams in derselben Gruppe, Frauen reisen weit

In den zwei untersten Ligen der Herren darf man sich auf zahlreiche Derbys freuen. In der 4. Liga, Gruppe 2, spielen die ersten Mannschaften vom FC Gams, FC Grabs, FC Haag, FC Sevelen und FC Trübbach. Dazu gesellt sich die zweite Mannschaft des FC Buchs. Die Entfernung zu den Auswärtsspielen ist gering, selbst die weiteste Anreise nach Chur ist ein Klacks. Gleiches gilt für die 5. Liga, Gruppe 3. Die zweiten Mannschaften aus Gams, Grabs, Haag und Sevelen wurden in derselben Gruppe eingeteilt und messen sich hauptsächlich mit Sarganserländer Teams.

Zu einem Werdenberger Derby kommt es heuer auch bei den Frauen: Buchs und Gams IIIb Grp spielen gemeinsam in der 4. Liga, Gruppe 1. Es werden die ersten Derbys in einem Ernstkampf seit der Saison 2017/18 sein. Damals begegnete man sich noch in der 3. Liga und die Gamserinnen traten unter dem Namen Schaan II Grp an. Den Frauen stehen aber, im Gegensatz zu den Männern, Reisestrapazen bevor. So führt der Weg zu Auswärtspartien bis nach Celerina.

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