Gartenausstellung
Das Weinfelder Zentrum ist für zehn Tage ein Gartenparadies

Am Donnerstag hat die Gartenausstellung Flora21 des Verbands Jardin Suisse Thurgau begonnen. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 10'000 Besuchern in den kommenden Tagen.

Mario Testa
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Die Flora21-Macher bei der Eröffnung: Stefan Zöllig und Viktor Gschwend, Sekretär und Präsident von Jardin Suisse Thurgau, und Gregor Wegmüller, Geschäftsführer der Messen Weinfelden.

Die Flora21-Macher bei der Eröffnung: Stefan Zöllig und Viktor Gschwend, Sekretär und Präsident von Jardin Suisse Thurgau, und Gregor Wegmüller, Geschäftsführer der Messen Weinfelden.

Bild: Andrea Stalder

Es ist kalt draussen. Trotzdem hat in Weinfelden die Gartensaison längst begonnen. Auf dem Marktplatz haben in den vergangenen Tagen zwölf Gartenbauer, vorwiegend aus der Region, ihre Schaugärten aufgebaut. «Der Aufbau ging problemlos über die Bühne. Das sind Gartenbauer, die brauchen einfach einen Plan und dann legen sie los», sagt Gregor Wegmüller, Geschäftsführer der Messen Weinfelden. Gestern hat die zehntägige Leistungsschau Flora21 dann offiziell begonnen.

«In dieser Art ist die Flora21 etwas Neues», sagt Verbandspräsident Viktor Gschwend. «2016 fand in Weinfelden bereits die Art Garden statt, welche einen ähnlichen Ansatz verfolgte.» Die Schaugärten sollen den Passanten Inspiration sein.

«Für die Gartenbauer ist es eine Leistungsschau. Als Gesamtes bietet die Flora21 viele Informationen rund um die grüne Branche.»
Am Eröffnungstag flanieren schon viele Besucher durch die Gartenausstellung.

Am Eröffnungstag flanieren schon viele Besucher durch die Gartenausstellung.

Bild: Andrea Stalder

Es sei dann auch nicht schwierig gewesen, die zwölf Standplätze zu vermieten. Das Interesse der Gartenbaubetriebe an einer Teilnahme sei gross, auch wenn sie für alle Bauten und Installationen selber aufkommen müssen.

Blütenboxen bilden den Rahmen

Überall auf dem Marktplatz stehen quadratische Holzkisten. Sie sind befüllt mit Erde und verschiedenen Blumen und Kräutern. «Es war nicht einfach, diese Boxen zu bepflanzen für dieses kalte Wetter», sagt Verbandssekretär Stefan Zöllig. «Aber sie sind gut herausgekommen. Es hat einerseits Blumen in den Boxen, andererseits Wildsträucher, welche Insekten – zur Förderung der Biodiversität – als Futterpflanze dienen.»

In diesen Blütenboxen wachsen Pflanzen, welche Insekten als Futter dienen. Dazu gibt's diverse Infos.

In diesen Blütenboxen wachsen Pflanzen, welche Insekten als Futter dienen. Dazu gibt's diverse Infos.

Bild: Andrea Stalder

Alle Boxen und auch einige Stehlen bieten Informationen zu den Pflanzen, Nützlingen im Garten aber auch zu den Berufen der grünen Branche: Landschaftsgärtner, Zierpflanzengärtner, Staudengärtner und Baumschulist. An den Wochenenden sind jeweils auch die Stände besetzt, dann können sich die Passanten bei den Gartenbauern selbst über ihre Schaugärten informieren.

Keine Veranstaltung, keine Einschränkungen

Die Flora21 ist keine Veranstaltung mit Eintritt. Die Passanten können jederzeit für sich durch die Schaugärten schlendern. Deshalb gelten auch keine Beschränkungen der Besucherzahl – die Organisatoren hoffen auf 5'000 bis 10'000 in den kommenden zehn Tagen. «Am Wochenende haben wir uns in Absprache mit der Stadt Weinfelden aber für eine Maskenpflicht entschieden», sagt Gregor Wegmüller, Geschäftsführer der Messen Weinfelden.

Sogar eine grosse Schaukel hat einer der Gartenbauer in seinem Schaugarten installiert.

Sogar eine grosse Schaukel hat einer der Gartenbauer in seinem Schaugarten installiert.

Bild: Andrea Stalder

Abends werden gewisse Aufbauten jeweils weggeräumt, um Vandalen keine Gelegenheit zu bieten. «Dazu patrouilliert die Securitas während dieser Zeit hier etwas häufiger», sagt Wegmüller, der dem Verband als Messeprofi bei der Organisation geholfen hat. «Diese Zusammenarbeit war sehr gut, ohne Gregors Hilfe hätten wir es nicht so professionell hingebracht», lobt Stefan Zöllig das Engagement des Messemachers.

Pflanzenmarkt am ersten Wochenende

Grosser Markt beim Schulhaus

Diesen Samstag und Sonntag findet zusätzlich zu den Schaugärten auch ein Gartenmarkt statt. Sieben Thurgauer Produzenten verkaufen an mehreren Ständen auf dem Pausenplatz des Schulhaus Pestalozzi ihre Pflanzen, Kräuter und Erde. Unter anderem auch diverse Chilliarten und 100 Tomatensorten. Am Samstag dauert der Markt von 8 bis 16 Uhr, am Sonntag von 10 bis 16 Uhr. Zu diesen Zeiten geben dann jeweils auch die Mitarbeiter der Gartenbauunternehmen Auskunft über ihre Schaugärten und ihr Schaffen.