Heftige Gewitter lassen in der Ostschweiz Toi-Toi-WCs und Trampoline umherfliegen

In der Ostschweiz kam es am frühen Samstagabend zu heftigen Gewittern und Böen von bis zu 100 Stundenkilometern. Die Thurgauer Seepolizei musste mehrere Personen zurück an Land holen.

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Gewitter über Wattwil. (Bild: Matthias Hautle)

Gewitter über Wattwil. (Bild: Matthias Hautle)

(lag/nat) «Im Kanton St.Gallen war das Gewitter kurz aber heftig», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen gegenüber FM1Today. Bei der Kantonspolizei seien rund zehn Schadensmeldungen eingegangen.

In Mogelsberg, Bazenheid, Ebnat-Kappel, Wil und Altstätten sind Bäume umgestürzt, wie Schneider sagt. In Altstätten musste deshalb eine Strasse gesperrt werden. «Des Weiteren sind diverse Gegenstände auf Fahrbahnen gelandet, so zum Beispiel Trampoline, Toi-Toi-WCs, Abfalltonnen und Baustellenabschrankungen.» Weder Menschen noch Tiere seien dabei verletzt worden. Laut Schneider wurden zwei oder drei Autos durch das Unwetter beschädigt. Wie MeteoNews berichtet, entluden sich im Kanton St.Gallen bis zu 570 Blitze.

Seepolizei muss Freizeitkapitäne an Land holen

Bei der Notrufzentrale des Kantons Thurgau seien am frühen Samstagabend ein halbes Dutzend Anrufe wegen des Sturms eingegangen, sagt Daniel Meili, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, auf Anfrage von FM1Today. «Meist ging es um umgewehte Baustellenabschrankungen. Da haben wir jeweils Patrouillen vorbeigeschickt.»

Auch die Thurgauer Seepolizei kam zum Einsatz: «Mehrere Freizeitkapitäne auf dem Bodensee sind offenbar vom Sturm überrascht worden», sagt Meili weiter. «Die Einsatzkräfte mussten Leute von Gummibooten, Stand-up-Paddles und auch Segelschiffen an Land bringen, die dies nicht aus eigener Kraft geschafft hätten.» Auch im Kanton Thurgau sei niemand verletzt worden.