Balmberg

Balmberg-Käufer: «Ein gemütliches Beizli mit Skihütten-Atmosphäre»

Im Herbst sollen wieder Gäste bewirtet werden können.

Im Herbst sollen wieder Gäste bewirtet werden können.

Der Aargauer Immobilien-Treuhänder Daniel Wagen will das Kurhaus Balmberg neu beleben. Ausflügler und auch Geschäftsleute sollen ab Herbst wieder den Weg auf den Balmberg finden.

Pech, Pleiten und Pannen begleiteten in den vergangenen Jahren das im Jahr 1900 erbaute Kurhaus auf dem 1058 Meter hohen Balmberg. Jetzt hellt der Himmel auf: Der Aargauer Daniel Wagen, beziehungsweise die ihm gehörende Oltnerhof GmbH hat das Kurhaus von der Raiffeisenbank Mischabel-Matterhorn gekauft.

«Nein, nein, ein Asylzentrum mache ich daraus bestimmt nicht», antwortet der ob dieser Frage erstaunte Wagen. Als selbstständiger Immobilientreuhänder habe er unter anderem zahlreiche Restaurants betreut. «Heute besitze ich selber mehrere Gastro-Betriebe», sagt Wagen und nennt die beiden «Bären» in Muhen und Unterentfelden sowie vier Betriebe an seinem Wohnort Mellingen. Darunter der im Jahr 1437 erstmals als Taverne der Habsburger verurkundete «Löwen».

Interessiert am Ursprünglichen

Er sei interessiert an «ursprünglichen Gegenständen und Gebäuden». Das gelte auch für das Kurhaus Balmberg, das er als Betrieb für Ausflügler aber auch für Business-Leute wieder instand stellen und verpachten will. «Wellness-Angebote gibt es nicht, aber im Erdgeschoss ein gemütliches Beizli mit Skihütten-Atmosphäre.» Die ersten Gäste sollen im Herbst bewirtet werden.

Erst in einem zweiten Schritt soll der Hotelbetrieb mit einem a-la-carte Restaurant im Obergeschoss eingerichtet werden. Diese Woche habe er sich bereits mit jemandem von der Gebäudeversicherung getroffen. «Ich sorge sofort dafür, dass sämtliche Mängel behoben werden», sagt Wagen und nennt betriebssichere Feuerlöscher und Elektroanlagen.

29 Balmberg-Hoteliers erlebt

Einer, der das Kurhaus wie seinen Hosensack kennt, ist Hans Küpfer. «Während meiner 40 jährigen Balmberg-Karriere habe ich 29 Hoteliers erlebt», sagt der Leiter der Skischule. Küpfer hat seit der Konkurssteigerung im Februar 2011 das Gebäude betreut. Seither habe er mehr als ein Dutzend Interessenten durchs Haus geführt. Daniel Wagen mache einen sehr seriösen Eindruck. «Ich habe das Gefühl, dass er nicht auf jeden Franken schauen muss.» Er sei glücklich, wenn die Restauration wieder funktioniere. Küpfer: «Noch einen Winter ohne Beizli wie den vergangenen und wir können den Schneesport auf dem Balmberg vergessen.»

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