Eine eigene Hundepension bei sich zu Hause – das ist Olga Hirsbrunners Herzenswunsch. Vor zweieinhalb Jahren schien dieser Traum tatsächlich in Erfüllung gegangen zu sein. Doch dann kam für die 43-Jährige der Hammer: Sie musste ihre Hundepension «Holidog» kurz nach der Eröffnung schon wieder schliessen. Seither kämpft sie für die Wiedereröffnung und gegen die Behörden. 

Doch ihr Kampf blieb bisher erfolglos. Der Grund: Die Räumlichkeit, welche als Pension genutzt werden soll, befindet sich in einer Wohnzone. Weshalb in dieser Räumlichkeit laut Bundesgericht nicht mehr als drei Hunde erlaubt sind. 

Ein Knackpunkt, an welchem Olga Hirsbrunner beinahe verzweifelt. «Wir mussten einsehen, dass wir fast nichts ausrichten können», erklärt sie gegenüber "TeleM1". Weder Gemeinde noch Nachbarschaft seien zu einem Dialog bereit.

Für Hirsbrunner gibt es einen Hoffnungsschimmer: Eine Hundepension darf sie hier führen, falls die Gemeinde die Räumlichkeit, die für die Hundepension gedacht ist, in eine Gewerbezone umzonen würde. «Eigentlich wurde uns eine solche Umzonung auf Anfang 2017 versprochen. Aber jetzt haben wir Anfang 2018 und noch immer ist nichts passiert», so Olga Hirsbrunner enttäuscht. 

Auf Anfrage von "TeleM1" nimmt die Gemeinde nur schriftlich Stellung. Darin unterstreicht sie, dass eine Umzonung nicht einfach «in Auftrag gegeben werden kann», sondern dass die Familie Hirsbrunner mit ihrem Umzonungswunsch Teil der laufenden Vorbereitung für eine Ortsplanungsrevision sei. 

Während dieser «laufenden Vorbereitung» betreibt Olga Hirsbrunner in der eben erwähnten Räumlichkeit einen Hundesalon. Ein kleiner Trost für die grosse Tierliebhaberin, denn damit verdient sie deutlich weniger, als es mit einer Hundepension möglich wäre. «Da ich gelernte Tierpflegerin bin, kann ich nicht die gleichen Preise verlangen wie gelernte Hundecoiffeusen – obwohl ich ebenfalls über das nötige Fachwissen verfüge», begründet Hirsbrunner. Das sei eben so. Ihr bliebe jedoch der Hoffnungsschimmer, «dass es bei der Gemeinde doch noch vorwärts geht und es bald zu der versprochenen Umzonung kommt». (ajs)