Die 21 Teilnehmer an der Generalversammlung der Alpgenossenschaft Hinteregg, welche Mitte April im Bergrestaurant abgehalten wurde, genehmigten 380'000 Franken in eine zukunftsorientierte Infrastruktur. Die bestehende Wasserversorgung wird optimiert. Die vorhandenen Quellen werden neu gefasst, indem mit einem Bagger die jetzigen Quellenfassungen saniert und neue Quellen erfasst werden.

Laut Daniel Ischi wurde im letzten Jahr der Pendler Alois Müller (Ufhusen/LU) engagiert, um neue Quellen zu finden. Müller ortete Wasser. Um dieses zu finden, wird der Bagger eingesetzt, da der Pendler die Tiefe des gefundenen Wassers nicht vorhersagen kann.

Die neuen Wasserquellen werden in die bestehenden am Sennhüttenweg geleitet. Die Wasserleitung von der Quelle zum Reservoir wird zudem saniert und erneuert. Ischi ist einer der drei Burgerräte von Rumisberg, welche dem sechsköpfigen Vorstand der Alpgenossenschaft Hinteregg angehören. Die Burgergemeinde Rumisberg besitzt 95 der 155 Weidrechte auf der Hinteregg.

Einspeisung in diesem Herbst

290'000 Franken will die Alpgenossenschaft in die komplette Süddachsanierung der Rinderhütte mit einer Indachsolar-Anlage investieren. Bei der Dachsanierung des Rinderstalls wird zuerst das Eternitdach auf der Südseite demontiert. Anschliessend werden die bestehenden Dachbalken wieder fixiert. Auf die Balken wird ein neues Unterdach gezimmert. Darauf kommt eine kompakte Indach-Solaranlage, welche 73 Kilowattpeak (kwp) liefert.

Der Strom wird in den 20 Meter hinter dem Stall stehenden Transformator eingespeist. Die Alpgenossenschaft möchte bereits im Herbst mit der Einspeisung beginnen. Die Anlage ist bei der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) angemeldet. Da sich die Anlage auf 1100 Meter über Meer befindet, werden die Zellen günstig durch den Wind gekühlt. Die Fachkräfte nehmen an, dass eine Photovoltaik-Anlage eine Lebensdauer von mindestens 25 Jahren hat. Deshalb wird der bestehende Vertrag zwischen der Burgergemeinde Rumisberg und der Alpgenossenschaft bis 2045 verlängert.

Wechsel im Vorstand

21 Jahre lang gehörte der Burgerschreiber Paul Ischi als Vertreter der Burger dem Vorstand der Alpgenossenschaft Hinteregg an. Er wird ersetzt durch den 28-jährigen Meisterlandwirt Stefan Ryf. Ischi war Initiant und Förderer der Wegunterhaltsgesellschaft Hintereggstrasse, in welcher sich die drei Parteien Einwohnergemeinde, Burgergemeinde und die Alpgenossenschaft Hinteregg die Kosten aufteilen. Ischi wurde an der Generalversammlung für seine Verdienste mit einer Bleistiftzeichnung von der Hinteregg, gezeichnet von Peter Graber (Wolfisberg), geehrt.