Die alte Frau blickte zum Kirchturm von Attiswil, er blinzelte zurück, und sie quittierte. Noch ist die Freiluftausstellung «Kulturundum» in Attiswil offiziell nicht eröffnet, aber der rosarote Kirchturm hat jetzt schon viele Fans.

Das marzipansüsse Rosa des Turms, darauf die weisse Kringelschrift des Zuckerbäckers faszinieren, und man kann beinahe nicht den Blick davon lassen. Wie verliebt schauen die vielen Menschen, die gestern schon herbeiströmten, auf den rosaroten Kirchturm von Attiswil. Und alle freuen sich mit dem Künstler Reto Bärtschi über sein Werk. Dabei, sagen viele der gestern Nachmittag vor Ort angetroffenen Leute, sei der Farbton des Rosa überhaupt nicht kitschig.

Zum rosaroten Kirchturm gehört auch die Schrift, die von Reto Bärtschi und drei Helferinnen und Helfern in mühevoller Kleinstarbeit angebracht wurde. «Es sind leichte, fröhliche und schöne Worte», sagt Bärtschi zum Inhalt der Worte. Sie erinnern an seine früheren Arbeiten, die mit Schlüsselwörtern gespickt sind. Sowieso stellt Bärtschi den Kirchturm in Beziehung zu seinen bisherigen Arbeiten. Eine Klangschale ziert den Turm und die von ihm bekannten Wächterfiguren hat er rund um den Turm platziert.