Deutscher Gesundheitsminister blickt mit Sorge auf Altersstruktur

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) blickt während der Corona-Krise mit Sorge auf die Altersstruktur in Deutschland und warnt vor einer Überlastung der Intensivmedizin.

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Dem deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn bereitet die demografische Entwicklung in Deutschland mit Blick auf die Corona-Pandemie Sorgen.

Dem deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn bereitet die demografische Entwicklung in Deutschland mit Blick auf die Corona-Pandemie Sorgen.

KEYSTONE/EPA/FILIP SINGER
(sda)

Die Bundesrepublik sei nach Japan das zweitälteste Land der Welt, so Spahn im Livestream «Die richtigen Fragen» der Zeitung «Bild». In Deutschland seien 23 Millionen Personen über 60 Jahre alt.

«Wir sind ein Wohlstandsland mit Zivilisationskrankheiten: Diabetes, Bluthochdruck, Übergewichtigkeit. Alles Risikofaktoren für dieses Virus, wie für viele Infektionskrankheiten übrigens auch», sagte Spahn. Damit gehörten per Definition 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung zu einer Risikogruppe.

«Wenn von 20'000 Neuinfizierten an einem Tag etwa zwei Prozent in die Intensivmedizin müssen, dann sind das 400 am Tag. Wenn die intensivmedizinische Behandlung und Begleitung 15 Tage im Schnitte dauert, sind das 6000.»

Diese Zahl werde Deutschland noch im November erreichen, das sei bereits absehbar. Für das Gesundheitswesen sei diese Belastung nur «unter ziemlicher Anspannung» zu bewältigen. «Wenn die Intensivmedizin mal zu voll ist, überfüllt ist, überlastet ist, dann ist es zu spät!»

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