Wohlstand
Trotz Krise: Vermögen in der Schweiz sind auf rekordhohe fünf Billionen Dollar gestiegen

In der Schweiz sind die Vermögen trotz Coronakrise 2020 auf einen Rekordwert von fünf Billionen Dollar gestiegen. Auch die Anzahl der Millionäre und Milliardäre dürfte hierzulande künftig zunehmen.

Dario Pollice, dpa
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Money, money, money: In der Schweiz sind die Vermögen 2020 auf fünf Billionen Dollar angestiegen. (Symbolbild)

Money, money, money: In der Schweiz sind die Vermögen 2020 auf fünf Billionen Dollar angestiegen. (Symbolbild)

Keystone

Wer einen Blick auf den am Donnerstag veröffentlichten Global Wealth Report der Boston Consulting Group (BGC) wirft, könnte meinen, es gab keine Coronakrise. Die Analyse der Unternehmensberatung zeigt, dass die Menschen rund um den Globus 2020 in der Summe so viel Reichtum angehäuft haben wie nie. Die Finanznachrichtenagentur AWP berichtete zuerst darüber.

Konkret stieg das private Finanzvermögen gegenüber 2019 um gut acht Prozent auf den Rekordwert von 250 Billionen Dollar. Dazu trugen steigende Börsenkurse und wachsende Ersparnisse bei. Alleine in der Schweiz sind die Vermögen gegenüber 2019 um vier Prozent auf netto fünf Billionen Dollar angestiegen. Dabei entfielen 3,3 Billionen auf Finanzvermögen und 2,8 Billionen Dollar auf Sachwerte, wie BCG auf Anfrage bestätigt.

Doch nicht nur das: in Zukunft werde wohl auch die Anzahl der Millionäre und Milliardäre in der Schweiz zunehmen, nämlich von 600'000 auf 700'000. Das entspricht laut BCG 2,2 Prozent aller Reichen weltweit und rund acht Prozent der hiesigen Bevölkerung.

USA schwingen obenauf

Neue Mitglieder verzeichnete auch der Club der sogenannten «Ultras», der weltweit um 6000 auf rund 60'000 Mitglieder wuchs. Dabei handelt es sich um Personen mit einem Finanzvermögen von mehr als 100 Millionen Dollar.

Diese besitzen gemäss BCG 15 Prozent des weltweit investierbaren Vermögens. Angeführt wird der Club von den USA, gefolgt von China. Die USA führten auch insgesamt das weltweite Vermögens-Ranking an mit 136 Billionen Dollar, gefolgt von Asien ohne Japan (111,9 Billionen) und West-Europa (103 Billionen).

Für die kommenden Jahre rechnet die Boston Consulting Group angesichts der erwarteten Konjunkturerholung nach der Corona-Krise mit einem stetigen Wachstum des weltweiten Privatvermögens. Bis 2025 dürfte es um jährlich durchschnittlich knapp fünf Prozent auf dann 544 Billionen Dollar zulegen. Reicher werden der Prognose zufolge in der Summe vor allem Menschen in Nordamerika, Asien ohne Japan und Westeuropa.