Verhandlungen beendet
Höherer Mindestlohn: Die Schreiner haben einen neuen Gesamtarbeitsvertrag

Das Schreinergewerbe hat ab dem kommenden Jahr wieder einen Gesamtarbeitsvertrag. Darin wurden die Mindestlöhne um ein Prozent erhöht.

Drucken
Teilen
Die Schreinerinnen und Schreiner sind im kommenden Jahr wieder einem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt.

Die Schreinerinnen und Schreiner sind im kommenden Jahr wieder einem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt.

Keystone

Der seit Ende 2020 vertragslose Zustand der Schreinerinnen und Schreiner ist beendet. Das teilten die Gewerkschaften Syna und Unia am Mittwoch mit. Der Verband schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM) und die Gewerkschaften haben sich auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) geeinigt. Er tritt am 1. Januar 2022 in Kraft und gilt bis 2025.

Der neue GAV basiert auf dem ausgelaufenen Vertrag und wurde inhaltlich angepasst. So wurde der Mindestlohn für gelernte Schreinerinnen und Schreiner um ein Prozent auf 5111 Franken erhöht. Diese Erhöhung trete in Kraft, sobald der neue GAV vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) für allgemeinverbindlich erklärt wurde, heisst es weiter. Ausserdem werden langjährige und ältere Arbeitnehmende besser geschützt und schärfere Sanktionen sollen den Lohnschutz stärken.

Ebenfalls beschlossen die Verhandlungspartner einen GAV Weiterbildung und Gesundheitsschutz sowie einen «Letter of intent»: Die Vertragsparteien wollen über eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie mögliche Modelle verhandeln, um ältere und langjährige Mitarbeitende zu entlasten. (abi)

Aktuelle Nachrichten