Tourismus
Grosse Nachfrage nach Ferienwohnungen für Wintersaison in der Schweiz

Die Buchungsplattform e-Domizil verzeichnet eine hohe Nachfrage für die kommende Wintersaison. Branchenverbände berichten derweil bereits von massenhaften Stornierungen.

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Hohe Buchungsstände treffen auf grosse Unsicherheiten: Für Feriendestinationen keine einfach Ausgangslage. (Symbolbild)

Hohe Buchungsstände treffen auf grosse Unsicherheiten: Für Feriendestinationen keine einfach Ausgangslage. (Symbolbild)

Keystone

Das eigene Häuschen oder die eigene Wohnung im Schnee, irgendwo in den Bergen: So stellen sich viele die perfekten Winterferien vor. Seit der Pandemie dürfte das Bedürfnis nach den eigenen vier Wänden im Urlaub gestiegen sein, das zeigen unter anderem Zahlen die Vermittlungsplattform für Ferienwohnungen e-Domizil. Die Buchungen von Ferienwohnungen und Ferienhäusern hätten gegenüber dem Vorjahr um 62 Prozent zugenommen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Besonders gross im Vergleich zum Vorjahr ist die Nachfrage im Berner Oberland und in der Ostschweiz. Zudem verzeichnet e-Domizil ungewöhnlich viele Buchungen für die Vorweihnachtszeit. Unter anderem sei dies darauf zurückzuführen, dass die Weihnachtsferien in einigen Kantonen dieses Jahr schon früher beginnen. Zu Weihnachten seien mehrere Regionen auf e-Domizil fast ausgebucht, darunter Graubünden und das Wallis.

Britinnen und Briten stornieren massenhaft

Die aktuelle Entwicklung der Pandemie könnte die hohen Buchungsstände jedoch wieder zunichte machen. Weltweit werden die Reisemöglichkeiten wegen der Omikron-Variante derzeit eingeschränkt. Branchenvertreter wie Hotellerie Suisse und Tourismus Schweiz berichten bereits von Unsicherheiten und massenhaften Stornierungen. «Vom englischen Markt ist vermutlich der Grossteil, das heisst zwischen 80 und 90 Prozent, bereits storniert», sagte der Präsident von Hotellerie Suisse, Andres Züllig, jüngst gegenüber SRF.

Auch inländische Reiseanbieter wie Hotelplan stellen die aktuellen Unsicherheiten vor Herausforderungen. «Wir haben entsprechend einen starken Buchungsrückgang insbesondere bei Hotelplan Suisse und unserer Tochtergesellschaft Vtours in Deutschland», sagt Chefin Laura Meyer gegenüber CH Media. Der Binnentourismus sei derzeit aber sehr stark, so Meyer, «dank Schweizern, die ihre Ferien in der Schweiz verbringen, oder Deutschen, die in Deutschland bleiben». (gb)

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