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Gründerfieber trotz Krise: Rekord bei Neugründungen in Griffweite

Trotz Coronakrise dürfte in der Schweiz dieses Jahr der Rekord von 50'000 Neugründungen erreicht werden. Treiber sind der Krypto-Sektor und das Bauwesen.

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Start-up-Lokomotive Zug: Im Crypto Valley stieg die Zahl der Neugründungen um 23 Prozent.

Start-up-Lokomotive Zug: Im Crypto Valley stieg die Zahl der Neugründungen um 23 Prozent.

Keystone

Schon das Jahr 2020 brachte der Schweiz eine Rekordzahl an Firmengründungen: Trotz Krise gab es letztes Jahr 50'000 Neueintragungen ins Handelsregister. Der Gründerboom scheint sich nun fortzusetzen. Wie die Consulting-Agentur Startups.ch am Dienstag mitteilte, dürfte der Rekord schon dieses Jahr gebrochen werden. Zu rechnen sei mit einem Plus von vier bis fünf Prozent.

Treiber ist zum einen die Bau- und Immobilienbranche, in der tiefe Zinsen und eine intensive Bautätigkeit ein gutes Umfeld bieten. Zum anderen wächst in der Schweiz auch die Krypto-Branche. Deutlich weniger Jungunternehmer zieht es in Medien, Kommunikation und Marketing. «Der Grund liegt darin, dass viele Unternehmen in diesen Bereichen zurzeit sparen und somit weniger Nachfrage vorhanden ist», heisst es in der Mitteilung.

Am stärksten ist der Boom am Zugersee: Als «Crypto Valley» ziehe Zug mit tiefen Steuern und innovationsfreudigen Behörden Neueintragungen aus der ganzen Welt an. Dies schlägt sich in einem Anstieg der Neugründungen um 23 Prozent nieder. Das zweite Zentrum liegt am Genfersee: Die Romandie mit den Kantonen Genf (+7%), Waadt (+8%) und Wallis (+14%) sei dank tiefer Steuern und internationalem Flair seit Jahren ein Hotspot, so die Analyse von Startups.ch. Viele Neugründungen verzeichnen auch Bern (+13%), Zürich (+6%) und Basel-Stadt (+7%) sowie das Tessin (+9%). Der Südkanton habe sich damit vom Rückgang der letzten Jahre etwas erholt. (wap)

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