Schweizer Wirtschaft
OECD rechnet für nächstes Jahr mit BIP-Wachstum von 3 Prozent

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostiziert für die Schweiz im nächsten Jahr eine weitere Erholung und ein BIP-Wachstum von 3 Prozent.

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Die OECD geht davon aus, dass der Konsum im nächsten Jahr angekurbelt wird. (Symbolbild)

Die OECD geht davon aus, dass der Konsum im nächsten Jahr angekurbelt wird. (Symbolbild)

Keystone

Die Weltwirtschaft befindet sich weiter auf Erholungskurs, schreibt die OECD in ihrem aktuellen Wirtschaftsausblick, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Obwohl sich die Welt nach wie vor im Ausnahmezustand befinde und die Unsicherheiten und Unterschiede gross seien, geben sich die Ökonomen insgesamt «vorsichtig optimistisch», wie es im Bericht heisst. Auch in der Schweiz dürfte sich die Konjunkturerholung laut der Länderprognose fortsetzen.

So geht der OECD-Ausblick für 2021 von einem Wachstum des realen Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) von 2,9 Prozent aus, für das kommende Jahr erwartet er einen Anstieg von 3 Prozent. Die Investitionstätigkeit dürfte demnach durch einen weiteren Rückgang der pandemiebedingten Unsicherheit und tiefe Kapitalkosten gestützt werden. Gleichzeitig geht die OECD davon aus, dass die Normalisierung des Arbeitsmarktes und eine tiefere Sparquote bei den Haushalten den Konsum in den nächsten Jahren beflügeln werden.

Unsicherheit wegen Corona nach wie vor gross

Die Ungewissheit sei aber nach wie vor hoch, heisst es im Länder-Bericht weiter. Steigende Unternehmensverschuldung oder Handelsstörungen wegen weiteren Pandemiewellen könnten die Erholung beeinträchtigen. Um dies zu verhindern, sollten die staatlichen Hilfen «nur schrittweise zurückgenommen werden». Weiter könne ein Abbau von Handelshemmnissen sowie die Förderung der Arbeitsmarktintegration von Frauen, Ausländerinnen und Ausländern sowie älteren Personen die Erholung zusätzlich stützen.

Mit ihrer BIP-Prognose liegt die OECD etwas tiefer als die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH. Diese ging im Oktober für dieses Jahr von einem Wachstum von 3 Prozent aus, für 2022 rechnet sie mit einem Anstieg von 3,4 Prozent. (agl)

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