Rüstungsindustrie
Ruag International will Geschäftsbereich Simulation und Training verkaufen

Der Luft- und Raumfahrtkonzern Ruag International plant, seinen Bereich Simulation und Training an Thales zu veräussern. Der französische Rüstungskonzern soll die rund 500 Mitarbeitenden von Ruag übernehmen.

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Ruag International will ein reines Raumfahrtunternehmen werden. (Symbolbild)

Ruag International will ein reines Raumfahrtunternehmen werden. (Symbolbild)

Keystone

Ruag International beschäftigt im Bereich Simulation und Training heute rund 500 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten in der Schweiz, Frankreich, Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Rahmen seiner Neuausrichtung hat das Luft- und Raumfahrtunternehmen nun beschlossen, diesen Bereich an den französischen Thales-Konzern zu verkaufen, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.

Die geplante Übernahme durch Thales sei für Ruag International ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem Space-Unternehmen, lässt sich CEO André Wall zitieren: «Das bringt uns unserem Ziel, ein reines Raumfahrtunternehmen zu werden, deutlich näher.» Der bundesnahe Rüstungskonzern Ruag besteht seit etwa anderthalb Jahren aus zwei Teilen: einer Wartungs- und Unterhaltswerkstätte für die Armee und einem internationalen Unternehmen mit dem Fokus Flugzeugkomponenten und Raumfahrt.

Konzerne äussern sich nicht zum Verkaufspreis

Felix Ammann, Executive Vice President von Ruag MRO International, zeigt sich in der Mitteilung ebenfalls erfreut über den geplanten Verkauf. «Wir freuen uns sehr, mit Thales einen führenden Industriepartner in diesem Bereich gefunden zu haben.»

Die rund 500 Mitarbeiter von Ruag sollen laut Angaben von Ruag von Thales übernommen werden. Der Verkauf muss noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden und soll voraussichtlich 2022 abgeschlossen sein. Die Parteien haben über die Vertragsbedingungen Stillschweigen vereinbart. Der französische Rüstungskonzern Thales beschäftigt gemäss eigenen Angaben 81'000 Mitarbeiter in 68 Ländern und erzielte 2020 einen Umsatz von 17 Milliarden Euro. (dpo)

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