Reiseunternehmen
Grosser Umsatzrückgang : Das Coronavirus trifft Hotelplan hart

Die Flugzeuge blieben am Boden und viele Destinationen waren im Lockdown: Der Reiseveranstalter Hotelplan hat mit den Folgen der Coronaeinschränkungen hart zu kämpfen.

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Hotelplan musste zahlreiche Filialen in der Schweiz schliessen und Mitarbeiter entlassen.

Hotelplan musste zahlreiche Filialen in der Schweiz schliessen und Mitarbeiter entlassen.

Keystone

(mg) Das «schlechtestes Jahresergebnis seiner Geschichte» beklagt Hotelplan in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Migros-Tochter musste wegen der Coronakrise drastische Einbrüche hinnehmen: Der verrechnete Umsatz sank um 57,7 Prozent auf 809 Millionen Franken. Der Lockdown und die Reisebeschränkungen haben sich «massiv» auf das Ergebnis ausgewirkt, wie es in der Mitteilung heisst.

Besonders dramatisch war der Rückgang im Geschäftsbereich Hotelplan Suisse. Dort sank der Umsatz von 573 Millionen Franken auf 211 Millionen. Zwar buchten Schweizerinnen und Schweizer mehr Ferien in der Schweiz, dies konnte den Einbruch jedoch nicht abfedern: Hotelplan Suisse hat im vergangenen Jahr über 150 ihrer Mitarbeitenden entlassen und 12 Filialen in der Schweiz geschlossen. Rückgänge verzeichnete Hotelplan aber auch in den anderen Geschäftseinheiten (unter anderem Hotelplan UK und Interhome).

Eine aktuelle Prognose für das laufende Geschäftsjahr sei «kaum möglich», heisst es in der Mitteilung. Zu ungewiss sind viele Faktoren. «Die Lust nach Ferien ist jedoch da, dies widerspiegelt sich unter anderem in den Buchungszahlen bei Interhome Group», gibt sich Hotelplan in der Mitteilung verhalten optimistisch. Sobald auch Reisen ins Ausland wieder vermehrt möglich sind, rechnet der Konzern mit «einer Steigerung der Geschäftstätigkeit».