Personaldienstleister
Adecco Group plant milliardenschwere Firmenübernahme

Der Schweizer Personaldienstleister Adecco plant, die Unternehmensgruppe Akka Technologies zu übernehmen. Sie will so zum Marktführer in Technologie und Digital Engineering werden.

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Die Adecco Group plant die Übernahme von Akka Technologies. (Symbolbild)

Die Adecco Group plant die Übernahme von Akka Technologies. (Symbolbild)

Keystone

Die Adecco Group mit Hauptsitz in Zürich plant, ihre Technologiesparte Modis nach der Transaktion mit Akka Technologies zusammenzuführen, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Das neue Unternehmen sei in der Lage, die steigende Nachfrage nach digitaler Transformation zu bedienen, wird CEO Alain Dehaze zitiert. «Zusammen mit unseren Säulen Workforce und Talent Solutions schaffen wir einen globalen Marktführer in Technologie und Digital Engineering.»

Akka Technologies hat seinen Hauptsitz in Belgien und erwirtschaftete 2020 gemäss Mitteilung einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro. Das international tätige Unternehmen beschäftigt rund 20'000 Ingenieure und Digitalexperten. Dazu sollen bald die rund 30'000 Technologie-Experten von Modis kommen. Das neue, fusionierte Unternehmen soll dann einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro generieren, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Vorkrisenniveau im zweiten Quartal wieder erreicht

Der Abschluss des Übernahme-Deals ist für das erste Halbjahr 2022 geplant. Unter anderem braucht es ein formelles Übernahmeangebot seitens von Adecco. Den Gegenwert der Transaktion schätzt das Unternehmen auf 2 Milliarden Euro. Finanziert werden soll die Übernahme laut Mitteilung mit Anleihen im Wert von 1,5 Milliarden Euro. Weitere 350 Millionen sollen durch die Platzierung neuer Aktien generiert werden.

Adecco hat am Mittwoch zudem die jüngsten Quartalszahlen präsentiert. Das Unternehmen meldet einen Umsatz von rund 5,3 Milliarden Euro, eine Steigerung von 29 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2020. Allerdings bleibt der Umsatz leicht unter dem Vorkrisenniveau vom 2. Quartal 2019. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) betrug 237 Millionen Euro. (agl)

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