Konsum
Verzehr von Schweizer Schokolade so tief wie seit 40 Jahren nicht mehr

Die Produktion von Schweizer Schoggi ist im vergangenen Jahr um über 10 Prozent zurückgegangen. Grund dafür ist nicht Corona: Konsumenten greifen vermehrt zu importierter Schokolade.

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Die ausländische Konkurrenz macht der Schweizer Schokolade-Industrie zu schaffen.

Die ausländische Konkurrenz macht der Schweizer Schokolade-Industrie zu schaffen.

Keystone

(gb) Die Schweizer Schokoladeproduzenten haben kein erfreuliches Jahr hinter sich. Ihr Umsatz sank 2020 um 14,5 Prozent, wie Chocosuisse – der Verband der Schweizer Schokoladefabrikanten – am Montag mitteilte. Insgesamt wurde im Geschäft mit Schweizer Schoggi noch 1,53 Milliarden Franken umgesetzt. Die produzierte Menge sank derweil um 10 Prozent auf noch rund 180'000 Tonnen.

Grund dafür ist allerdings nicht die Coronapandemie, sondern eine kleinere Nachfrage. Im Inland ging der Absatz um 6,9 Prozent zurück. Der Pro-Kopf-Konsum von Schokolade fiel auf 9,9 Kilogramm und liegt damit zum ersten Mal seit vierzig Jahren unter 10 Kilo. Der Rückgang betrifft aber nur die Nachfrage nach Schweizer Schoggi. Die Menge an importierter Schokolade hat im vergangenen Jahr nämlich um 1,8 Prozent leicht zugenommen, wie Chocosuisse schreibt.

Im Exportgeschäft war der Rückgang noch deutlicher. Die Ausfuhrmenge ging um 11,5 Prozent zurück und betrug noch 126'000 Tonnen. Wie der Verband der Schweizer Schokoladefabrikanten in seiner Mitteilung schreibt, zeigt sich die schwierige Lage der Schokolade-Industrie auch bei der Anzahl Beschäftigten. Der Rückgang betrug im vergangenen Jahr 4,8 Prozent.

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