Konjunktur
Der Dienstleistungssektor stagniert, während sich die Industrie langsam erholt

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) deutet darauf hin, dass man in der Industrie bald mit Normalität rechnet, während die Dienstleistungsbranche weiter unter verschärften Massnahmen leidet.

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Der Dienstleistungssektor darbt unter den verschärften Coronamassnahmen wie Restaurantschliessungen.

Der Dienstleistungssektor darbt unter den verschärften Coronamassnahmen wie Restaurantschliessungen.

Patrick Huerlimann

(frh) Der Einkaufsmanagerindex deutet darauf hin, dass sich die Industrie weiter erholt. Im Industriebereich liegt der PMI, der als Frühindikator für die Konjunkturentwicklung gilt, bei 59,4 Zählern. Das ist deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Trotz der zweiten Coronawelle und schärferer Eindämmungsmassnahmen habe die Industrie an Breite gewonnen, teilte die Credit Suisse am Montag mit.

Die Lagerbestände an Vor- und Fertigprodukten hätten trotz grösserer Einkaufsmengen und gesteigerter Produktion abgenommen, zudem bleibe die Nutzung der Kurzarbeit stabil bei rund 10 Prozent. Bei 60 Prozent der befragten Industrieunternehmen habe die zweite Welle keinen Einfluss auf die Investitionsplanung, 80 Prozent sind der Meinung, dass Ende September 2021 wieder Normalität bezüglich Investition, Lieferketten, Kurzarbeit und Produktion einkehre, schreibt die Credit Suisse weiter.

Im Dienstleistungssektor liegt der PMI mit 49,1 Zählern knapp unter der Wachstumsschwelle. Neuaufträge stagnierten und der Auftragsbestand nehme langsam ab. Auch der Stellenabbau dauere an, während die Kurzarbeit nicht weiter zugenommen habe. Fast zwei Drittel der Beschäftigten in der Dienstleistungsbranche arbeiten derzeit von zu Hause aus. Während der ersten Welle befand sich rund die Hälfte im Homeoffice.