Handelsregister
In der Schweiz werden so viele Firmen gegründet wie nie zuvor

Auf die Coronakrise folgt ein Gründungsboom: Während die Zahl der Konkurse nur leicht anstieg, erreichte jene der Firmengründungen in den ersten zehn Monaten des Jahres Rekordniveau.

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Im Handelsregister wurden bis Oktober 2021 mehr Firmen neu eingetragen als je zuvor. (Symbolbild)

Im Handelsregister wurden bis Oktober 2021 mehr Firmen neu eingetragen als je zuvor. (Symbolbild)

Keystone

Über 41'000 Firmen wurden dieses Jahr bis Oktober neu gegründet. Dieser Wert liege zehn Prozent über Vorjahr und sei noch nie erreicht worden, heisst es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet. «Offensichtlich sahen Unternehmer und Unternehmerinnen trotz der Coronakrise in der Schweiz deutlich mehr Chancen als Risiken, so dass sie munter neue Firmen gründeten», so das Fazit der Studie.

Am stärksten war der Gründerboom in der Zentralschweiz – mit 14 Prozent zusätzlichen Neueinträgen ins Handelsregister. Am schwächsten schnitt mit einem Plus von acht Prozent die Nordwestschweiz ab. Grössere regionale Unterschiede zeigen sich bei den Konkursen. Während es im Tessin und im Raum Genf-Waadt-Wallis sieben Prozent weniger Konkurse gab als im Jahr zuvor, gingen im «Espace Mittelland» 19 Prozent mehr Firmen Pleite als im Vorjahr.

Am ausgeprägtesten war dies mit je 39 Prozent mehr Firmenkonkursen in den Kantonen Solothurn und Jura. Auch in der Zentralschweiz stieg die Anzahl Konkurse um 18 Prozent an, am stärksten betroffen war der Kanton Uri, wo sie sich fast verdreifachte. Landesweit war der Anstieg der Konkurse aber moderat: Die Studie beziffert ihn auf rund fünf Prozent. (wap)

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