Wintertourismus
Ein Drittel weniger Buchungen: Skigebieten droht düsterer Februar

Trotz zusätzlicher einheimischer Touristen haben die Wintersportgebiete über die Festtage weniger Gäste verzeichnet. Auch die Prognosen für Februar sehen nicht besser aus.

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Die Skigebiete registrierten über die Festtage weniger Besucher gegenüber dem Vorjahr, schreibt Schweiz Tourismus. (Symbolbild)

Die Skigebiete registrierten über die Festtage weniger Besucher gegenüber dem Vorjahr, schreibt Schweiz Tourismus. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Viele Bergregionen berichten für den Zeitraum von Weihnachten bis und mit 3. Januar 2021 über zahlreiche einheimische Gäste, vor allem viele Familien seien unterwegs gewesen. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage von Schweiz Tourismus. Befragt hat die Marketingorganisation 94 Betriebe und Destinationen in allen Schweizer Bergregionen.

Trotz dem einheimischen Zustrom haben die Tourismusanbieter bei den Hotelübernachtungen ein Minus von 11 Prozent verzeichnet im Vergleich zur Festtagsperiode 2019. Ein ebenso trübes Bild zeichnet sich bei den Tagesgästen ab: Hier gehen die Betreiber von einem Rückgang um 26 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode aus. Dies hat eine schweizweite Umfrage der Marketingorganisation Schweiz Tourismus ergeben.

Mangelnde Disziplin der Gäste

Weiter gaben 83 Prozent der befragten Betriebe an, dass die meisten Gäste positiv auf die Schutzmassnahmen und Einschränkungen im Rahmen der Coronapandemie reagiert hätten. Allerdings musste laut Mitteilung oft an die Disziplin der Gäste appelliert werden, was nur mit zusätzlichem Personal möglich war.

Der weitere Ausblick auf die Sportferien bringt gemäss Schweiz Tourismus noch wenig Anlass zu Optimismus. In den Berggebieten liege der aktuelle Buchungsstand bei den Hotelübernachtungen im Februar 38 Prozent tiefer als im Vorjahr.

Weniger Besucher erwarten auch die Betreiber von touristischen Ausflugszielen und Attraktionen in den Bergen, heisst es weiter. Hier dürften vor allem die fehlenden Veranstalt­ungen, Gruppenausflüge und Schullager die Besucherfrequenzen negativ beeinflussen.