Detailhandel
Kiosk-Betreiber Valora erholt sich langsam von der Corona-Pandemie

Die Pendler kehren langsam zurück: Die Valora-Gruppe hat im ersten Halbjahr ein positives Betriebsergebnis erwirtschaftet. Noch bleiben die Nettoumsatzerlöse aber deutlich unter dem Vorkrisen-Niveau.

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Die Valora-Gruppe spürt die Auswirkungen der Coronakrise immer noch.

Die Valora-Gruppe spürt die Auswirkungen der Coronakrise immer noch.

Keystone

Die Valora-Gruppe hat im ersten Halbjahr ein positives Betriebsergebnis von 7,4 Millionen Franken erzielt. Im Vorjahr betrug das Minus noch 1,9 Millionen Franken. Noch immer rot – wenn auch weniger stark – ist das Konzernergebnis, das sich auf -3,8 Millionen belief (Vorjahr: -8,4 Millionen). Das teilte Valora am Mittwoch mit.

Der Konzern, der unter anderem die K-Kioske betreibt, spürt die Coronakrise nach wie vor: Der Nettoumsatzerlös liegt mit einem Minus von 19 Prozent weiterhin deutlich unter dem Vorkrisen-Niveau von 2019. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2020 blieb er mit 814,1 Millionen Franken (-0,2 Prozent) jedoch nahezu stabil. Der Grund: Gemäss Valora waren in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres durchschnittlich 8 Prozent der Verkaufsstellen geschlossen, 34 Prozent wurden mit eingeschränkten Öffnungszeiten betrieben.

Geschäft nimmt Fahrt auf

Valora spürt, wie das Geschäft wieder Fahrt aufnimmt: Der Umsatz von März bis Juni wuchs um 13,8 Prozent. Der Food-Umsatz wuchs gegenüber der Vorjahresperiode um 30 Prozent, wie es weiter heisst. Der Konzern bekräftige denn auch seine Prognose, mit den operativen Einheiten in den nächsten sechs bis neun Monaten zur Vorkrisen-Profitabilität zurückzukehren. Für das laufende Jahr erwartet Valora ein Betriebsergebnis von 25 bis 35 Millionen, für 2022 rund 70 Millionen.

Die Coronakrise beeinflusste das Geschäft der Valora-Gruppe während des gesamten 2020 erheblich – trotz zwischenzeitlicher Erholung zwischen den zwei Viruswellen. Unter anderem machten sich die fehlenden Pendler bemerkbar. Während der Lockdown-Monate sank die Kundenfrequenz um bis zu 80 Prozent. Der Nettoumsatzerlös ging gegenüber dem Vorjahr entsprechend um 16,4 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Franken zurück. Das Konzernergebnis lag bei einem Minus von 6,2 Millionen Franken. 2019 betrug der Gewinn noch 73,7 Millionen. (abi)