Corona-Studie: Novartis erleidet Rückschlag

Das entzündungshemmende Medikament Canakinumab zeigt bei Patienten mit schwerem Coronaverlauf nicht die erhoffte Wirkung. Das zeigen neuen Daten des Basler Pharmakonzerns.

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Der weltweit tätige Pharmakonzern Novartis hat seinen Hauptsitz in Basel.

Der weltweit tätige Pharmakonzern Novartis hat seinen Hauptsitz in Basel.

Keystone

(rwa) Die sogenannte Can-Covid Studie sollte die Effizienz und Sicherheit von Canakinumab bei hospitalisierten Coronapatienten mit einer Lungenentzündung untersuchen. Die Ziele seien nicht erreicht worden, gab Novartis am Freitag bekannt. Trotz Behandlung mit dem Medikament sei die Chance nicht grösser, dass Patienten ohne Einsatz künstlicher Beatmung überleben würden. Die Sterblichkeitsrate im Zeitraum von vier Wochen nach der Behandlung werde nicht gesenkt.

Trotz diesem Rückschlag will Novartis weiter neue Wirkstoffe erforschen. Erst letzte Woche gab der Pharmariese eine Zusammenarbeit mit dem Zürcher Biotech-Unternehmen Molecular Partners bekannt. Ziel ist die Entwicklung von zwei Medikamenten zur Behandlung gegen das Coronavirus. Klinische Studien der Phase 1 sollen noch diesen Monat beginnen.