Pharma
Baselbieter Medtech-Firma will an die Börse

Skan ist Weltmarktführerin bei keimfreien Abfüllanlagen für die Pharmabranche.

Daniel Zulauf
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Die Skan AG baut in Stein ihren Standort aus.

Die Skan AG baut in Stein ihren Standort aus.

Hans Christof Wagner

Skan Holding, ein auf die Herstellung und Wartung keimfreier Isolatoranlagen für die Pharma- und Biotechbranche spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Allschwil bei Basel soll noch vor Ende Jahr an die Schweizer Börse kommen. Diese Absicht hat die Mehrheitseigentümerin von Skan, die Beteiligungsholding BV Value, am Dienstag im Rahmen der Veröffentlichung ihres Halbjahresberichtes kundgetan.

BV Value gehört zu 59 Prozent dem Berner Medtech-Unternehmer Willy Michel (Ypsomed). Die Gesellschaft besitzt nach einer Neustrukturierung nur noch den 50,5 Prozent-Anteil an Skan, den sie ab 2007 erworben hatte.

Skan befindet sich seit einigen Jahren in einer starken Wachstumsphase. Das Unternehmen zählt gegen 1000 Mitarbeitende und bezeichnet sich selbst als globaler Technologie- und Marktführer.

Im ersten Halbjahr 2021 hat Skan den Bestellungseingang im Vorjahresvergleich um 33 Prozent auf 157 Millionen Franken gesteigert. In früheren Jahren hatte sich das Auftragswachstum zwischen 15 Prozent und 25 Prozent bewegt. Die derzeitige Beschleunigung sei auch durch die Covid-19-Pandemie getrieben, schreibt BV Value in dem Zwischenbericht.

Die Lieferzeiten der bis zu 10-Millionen-Franken teuren Isolatoranlagen sind relativ lang, weshalb sich das aktuell stark Auftragswachstum noch kaum im Halbjahresumsatz von 109 Millionen Franken (+9 Prozent) niederschlägt.

Zurzeit investiert Skan neun Millionen Franken in den Ausbau des Werks Stein bei Basel. In Allschwil wurde unlängst ein neuer Hauptsitz bezogen. Im deutschen Werk Görlitz wird die Kapazität bis 2022 verdoppelt.

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