Versicherungen
Trotz Unwettern: Baloise steigert Gewinn um 70 Prozent

Gute erste sechs Monate: Der Schweizer Versicherungskonzern Baloise hat im ersten Halbjahr einen Aktionärsgewinn von 302,3 Millionen Franken erwirtschaftet – 70,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Die Baloise-Gruppe blickt auf erfolgreiche erste sechs Monate im Jahr 2021 zurück.

Die Baloise-Gruppe blickt auf erfolgreiche erste sechs Monate im Jahr 2021 zurück.

Keystone

Die Baloise-Gruppe spricht in einer Mitteilung vom Donnerstag von einem «starken Halbjahresergebnis»: Der Versicherungskonzern hat den Aktionärsgewinn gegenüber dem Vorjahr um 70,1 Prozent auf 302,3 Millionen Franken gesteigert. Belastet wurde er von den Unwetterschäden im Juni, für die Baloise netto 40,1 Millionen aufwendete. Die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten sowie die Zinserholung hätten den Aktionärsgewinn jedoch gestützt. Der Vorsteuergewinn beläuft sich auf 365,5 Millionen. Im Vorjahr waren es noch 268,6 Millionen.

Das Geschäftsvolumen konnte im ersten Semester um 9,2 Prozent auf knapp 5,9 Milliarden Franken erhöht werden. Alle Ländereinheiten hätten dazu beigetragen. Das Prämienvolumen der Nichtlebenversicherungen stieg um 8,2 Prozent auf 2,6 Milliarden, die Bruttoprämien im Lebengeschäft um 2,4 Prozent auf 2,2 Milliarden.

Grosse Zahlungen wegen Sturmschäden erwartet

Im zweiten Halbjahr erwartet der Konzern aufgrund der Flut- und Sturmschäden im Juli zusätzliche Nettobelastungen in einem hohen zweistelligen Millionenbereich, wie es weiter heisst. Trotzdem bleibt die Baloise-Gruppe zuversichtlich: «Die Gewinnerholung zum Halbjahr, das starke Ergebnis im Lebengeschäft sowie die Profitabilität im Nichtlebengeschäft trotz der erneut ausserordentlichen Schäden, geben mir die Überzeugung, auch im Hinblick auf das Gesamtjahr unsere Ziele zu erreichen», wird Baloise-Chef Gert De Winter in der Mitteilung zitiert.

Im Jahr 2020 hatte die Baloise Gruppe einen Gewinn von 434,3 Millionen Franken erzielt, was gegenüber 2019 einem Rückgang von fast 40 Prozent entsprach. Als Grund gab die Baloise einmalige Steuereffekte im Jahr 2019 sowie die Coronapandemie an. (abi/gb)

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