Artemis Group
Küchenhersteller Franke und Feintool profitieren von Corona-Nachholeffekten

Die Artemis Group, wozu etwa der Küchenhersteller Franke und Feintool gehören, meldet fürs erste Halbjahr ein deutliches Umsatzplus. Massgeblich dazu beigetragen haben Corona-Nachholeffekte.

Samuel Thomi
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Präsidiert die Artemis Group und lenkt damit auch Firmen wie Franke oder Feintool: Der 75-jährige Schweizer Industriepatron Michael Pieper.

Präsidiert die Artemis Group und lenkt damit auch Firmen wie Franke oder Feintool: Der 75-jährige Schweizer Industriepatron Michael Pieper.

HO

Konkret konnte Artemis den Umsatz im ersten Halbjahr um 30 Prozent auf gut 1,6 Milliarden Franken steigern, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Damit liege man bereits wieder «klar über den Ergebnissen von vor der Covid-19-Pandemie», schreibt die vom 75-jährigen Schweizer Industriepatron Michael Pieper präsidierte Firmengruppe. Und auch das Ergebnis vor Steuern von Artemis hat im ersten Halbjahr 2021 kräftig zugelegt – nämlich von 14,7 auf 124,4 Millionen Franken.

Besonders die Franke Group habe im ersten Semester vom Nachholeffekt nach den Coronabeschränkungen profitieren können. Für den Küchenhersteller in Aarburg weist Artemis bis Ende Juni denn auch ein Umsatzplus von 28 Prozent aus. Dies bei einer «substanziell verbesserten Profitabilität», wie die Firmengruppe betont.

Trotz Pandemie zuversichtlich

Noch stärker gewachsen ist im ersten Halbjahr allerdings der Umsatz der Feintool Group, des zweiten breit herum bekannten Tochterunternehmens. Der Zulieferer der Automobilindustrie hat seine Umsätze im ersten Semester gleich um 43 Prozent auf 302,6 Millionen Franken steigern können.

«Trotz der guten Entwicklung der Geschäftsaktivitäten» will sich Artemis «wegen anhaltender Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Coronapandemie» zurückhalten mit Prognosen für das zweite Halbjahr. Die starke Verknappung von Rohstoffen führe nach wie vor zu grossen Herausforderungen in Lieferketten und teils deutlich gestiegenen Preisen und Logistikkosten. Dennoch bleibe man «zuversichtlich».

Vergangenes Jahr hatte die Artemis-Gruppe wegen der Coronapandemie fast 13 Prozent weniger Umsatz erzielt. Dennoch zeichnete sich bereits damals eine Erholung im Geschäft mit den Küchen ab. Artemis beschäftigt laut eigenen Angaben 11'000 Mitarbeitende weltweit und erwirtschaftete letztes Jahr 2,8 Milliarden Franken Umsatz.

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