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Ausgestaubt und ausgeschneit: Der Frühling beginnt bald offiziell auch im Kalender

Nachdem das Wetter schon länger auf warme Temperaturen umgestellt hat, wird der Frühling am Sonntag auch kalendarisch beginnen. Von Regen fehlt dabei allerdings nach wie vor jede Spur. Das birgt zunehmend Gefahren.

Dario Pollice und Samuel Thomi
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Die milden Temperaturen laden zum Spaziergang an der frischen Luft ein. (Archivbild)

Die milden Temperaturen laden zum Spaziergang an der frischen Luft ein. (Archivbild)

Keystone

Für die Meteorologen hat der Frühling bereits begonnen. Sie legen den Anfang der zweiten Jahreszeit nämlich auf den 1. März fest. Dabei hat im laufenden Jahr auch das Wetter mitgespielt und uns im Mittelland wie teilweise auch bereits in höheren Lagen mit milden Temperaturen beschenkt. Dies obwohl der Frühling kalendarisch noch gar nicht begonnen hat. Dieser beginnt offiziell nämlich erst am Sonntag. Ausschlaggebend dafür ist jedoch nicht das Datum (21. März), sondern der Sonnenstand, wie MeteoNews schreibt.

Beim sogenannten Äquinoktium – besser bekannt als Tag- und Nachtgleiche – geht die Sonne exakt im Osten auf, steht mittags also senkrecht über dem Äquator und geht am Abend genau im Westen unter, so MeteoNews in einer Mitteilung. Dieser Zustand kommt zweimal im Jahr vor – beim kalendarischen Frühlings- und Herbstanfang.

Unabhängig davon dürften – nachdem sich der Saharastaubsturm verzogen hat und die Sonnenstrahlen wieder voll zu uns hindurchdringen – die milden Temperaturen auch in den kommenden Tagen anhalten:

Und von neuerlichem Schnee – aufgrund der warmen Temperaturen ohnehin höchstens noch in den Bergen – spricht mangels Niederschlag derzeit sowieso niemand:

Im Norden wird das Thermometer in den kommenden Tagen laut Prognosen bis auf 17 Grad klettern, wie beispielsweise MeteoNews voraussagt:

Das alles mag auf den ersten Blick zwar erfreulich klingen. Doch birgt die anhaltende Trockenheit auch Gefahren. Insbesondere im Tessin und im bündnerischen Misox ist die Situation bereits bedenklich respektive gilt sogar schon ein absolutes Feuerverbot. Dies, weil in der Südschweiz sogar seit Anfang Dezember kein nennenswerter Niederschlag mehr gefallen ist, wie SRF Meteo schreibt:

Und auch in Teilen der Kantone Bern, Solothurn, Fribourg, Glarus, St. Gallen, Uri und Wallis herrscht laut der aktuellen Gefahrenkarte des Bundesamts für Umwelt «erhebliche» Waldbrandgefahr. Die meisten Kantone haben aber keine speziellen Massnahmen getroffen und mahnen die Bevölkerung zum sorgfältigem Umgang mit Feuer im Wald sowie im Freien allgemein.

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