Start zur Wandersaison
Sonniges Auffahrtswochenende steht vor der Tür – doch Experten mahnen zu Vorsicht

Offene Passstrassen, gutes Wetter und ein verlängertes Wochenende: In der Schweiz startet an Auffahrt die Wandersaison. Doch Experten mahnen zu Vorsicht bei Outdoor-Aktivitäten. Und das nicht nur beim Wandern, sondern etwa auch beim Trailrunning.

Peter Walthard
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Die Suva rät zur Vorsicht: Beim Trailrunning kommt es zu vielen Verletzungen. (Symbolbild)

Die Suva rät zur Vorsicht: Beim Trailrunning kommt es zu vielen Verletzungen. (Symbolbild)

ho Suva

Zwar macht der Sommer zum Wochenstart gerade etwas Pause. Doch pünktlich zu Auffahrt wird sich in der Schweiz wieder recht sonniges und warmes Wetter einstellen. Im Norden dürften die Temperaturen bald wieder über 20 Grad steigen, im Süden am Freitag sogar auf knapp 30 Grad. Dies jedenfalls sagt der Wetterdienst MeteoNews am Dienstag voraus.

Erst am Sonntag dürfte das Wetter demnach dann wieder etwas kühler und stellenweise auch nass werden, wie MeteoNews auf Twitter schreibt:

Einige Passstrassen in den Bergen sind demnach bereits geöffnet oder zumindest teilweise befahrbar. Und mit dem erneut milden Wetter wird vielerorts an Auffahrt auch die Wandersaison beginnen.

Und diese fordert auch auf markierten Wegen immer wieder auch Tote und Verletzte. Gerade in den Bergen liege vielerorts zu dieser Jahreszeit noch Schnee auf den Wegen, warnt darum die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) am Dienstag in einer Mitteilung.

Auch beim Wandern gibt es Bergtote

Meist handle es sich um harten Altschnee, auf dem man leicht ausrutschen und abstürzen könne, so die Mitteilung. «Liegt doch noch ein Schneefeld auf dem Weg, dreht man im Zweifel lieber um, als einen Absturz zu riskieren», wird BFU-Expertin Monique Walter in der Mitteilung zitiert.

Jedes Jahr verlieren laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung 42 Menschen aus der Schweiz ihr Leben beim Wandern und Bergwandern. Dazu kommen 5000 Ausflügler, die sich schwer oder mittelschwer verletzen. «Bergwandern ist anspruchsvoll und kein Spaziergang», mahnt darum die BFU. Diese hat mittlerweile auch zum Thema Wandern eine Präventionskampagne gestartet. Es brauche sorgfältige Planung und passende Ausrüstung. Wichtig sei ausserdem, unterwegs immer aufmerksam zu bleiben.

Unfälle bei Trailrunning verursachen hohe Kosten

Auch die Unfallversicherung Suva nimmt rechtzeitig zum Touristenansturm an Auffahrt die Wanderwege ins Visier. Sie warnt aber nicht vor dem Wandern, sondern vor der schnelleren und trendigeren Variante, dem Trailrunning. Das «Laufen auf natürlichem Untergrund» verursache nämlich jährlich 6'900 Unfälle. Und ein solcher Unfall koste die Unfallversicherung im Durchschnitt 3'400 Franken.

Trailrunning ist laut Suva vor allem bei aktiven Menschen zwischen 30 und 50 Jahren beliebt. Da diese oft voll im Berufsleben stehen, gehen die Absenzen entsprechend ins Geld. Die Unfallversicherung empfiehlt zur Prävention regelmässiges Muskeltraining von Füssen und Rumpf sowie kurze Schritte beim Laufen, um ein Ausrutschen zu vermeiden.

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