Rettungsflugwacht
Rega: Helikopter häufiger im Einsatz – Ambulanzjets mehr am Boden

Intensives Jahr für die Rega: Die Einsatzzentrale organisierte im vergangenen Jahr über 16'000 Einsätze im In- und Ausland. Die Zahl der Helikoptereinsätze ist so hoch wie noch nie.

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Die Rega transportierte im vergangenen Jahr auch Corona-Patienten mit ihren Jets und Helikoptern.

Die Rega transportierte im vergangenen Jahr auch Corona-Patienten mit ihren Jets und Helikoptern.

Rega

(abi) Insgesamt 16'273 Einsätze musste die Rega-Einsatzzentrale im In- und Ausland organisieren – drei Prozent weniger als im Vorjahr, wie die Rega am Mittwoch mitteilte. Zudem blieb die Zahl der betreuter Patienten mit 11'134 praktischen unverändert. Damit halfen die Rega-Crews durchschnittlich 31 Patienten pro Tag.

Einen neuen Rekord verzeichnete die Rega dafür bei den Rettungshelikoptern: Die Zentrale organisierte 13'253 Einsätze. Das sind 8,1 Prozent mehr als 2019 und so viele wie noch nie. Gemäss Rega haben sowohl die Rettungseinsätze am Ereignisort (+5,6 Prozent) als auch die Zahl der Verlegungsflüge von Spital zu Spital (+9,8 Prozent) zugenommen. Die Zahlen aus dem Jahr 2020 würden unter anderem die guten Wetterbedingungen im Sommer und Herbst sowie das Freizeitverhalten der Bevölkerung widerspiegeln.

Die Rega im Pandemie-Einsatz

Die Coronapandemie wirkte sich auch auf die Rega aus. So standen beispielsweise die drei Ambulanzjets deutlich weniger im Einsatz als im Vorjahr. Die Rega repatriierte 2020 noch 758 Patientinnen und Patienten aus dem Ausland – 43,6 Prozent weniger als 2019. 647 von ihnen wurden mit einem Rega-Jet in ihre Heimat geflogen, die restlichen an Bord eines Linienflugzeugs. Trotz weniger Einsätze waren die drei Rega-Jets mit 4589 Flugstunden wegen Einsätzen in weit entfernten Ländern insgesamt länger in der Luft als im Vorjahr.

Zudem transportierte die Rega 456 Covid-19-Patienten entweder im Rettungshelikopter oder an Bord eines Ambulanzjets. Und sie unterstützte Bund und Kantone mit Know-how und Infrastruktur, wie es weiter heisst. So koordiniert die Rega-Einsatzzentrale beispielsweise auf Anfrage des Bundes die Auslastung der Intensivstationen.

Eine Zunahme verzeichnete die Rega auch bei den Gönnerinnen und Gönnern. Der Bestand ist im vergangenen Jahr auf über 3,6 Millionen angewachsen. Dies sei ein Netto-Zuwachs von 73'000 Personen, wie es weiter heisst.