Protest
Umweltaktivisten bewerfen Staatssekretariat für Bildung und Forschung mit oranger Farbe

Am Freitag haben Aktivisten von Renovate Switzerland einen Farbanschlag auf das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation verübt. Im Zuge der Energiewende verlangen sie vom Bundesrat, dass er bei der Isolierung von Gebäuden vorwärts macht.

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Aktivisten von Renovate Switzerland beschmierten das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation mit oranger Farbe.

Aktivisten von Renovate Switzerland beschmierten das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation mit oranger Farbe.

Keystone

Mitglieder der Umweltschutzbewegung Renovate Switzerland haben am Freitag den Eingang des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation in Bern mit oranger Farbe beworfen. Damit wollten sie den Bundesrat «daran erinnern, dass die Schweiz als Land der Innovation alle Voraussetzungen hat, um die Energiewende zu schaffen», wie Aktivist Julian Zubler gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA in einem Video sagte.

Doch das werde nicht von heute auf morgen möglich sein. «Alleine für die Isolierung von Gebäuden werden wir bis 2025 100'000 neue Arbeitsplätze brauchen,» so Zubler weiter. Die Schweizer Bevölkerung warte immer noch auf einen «massiven Plan» zur Isolierung von Gebäuden, heisst es in einer Mitteilung der Organisation.

Sie moniert, dass trotz der Dürre in Europa und anderen Teilen der Welt sowie der bevorstehenden Energiekrise, die Behörden bislang «nichts unternommen» hätten, um die Renovierung thermischer Altbauten zu beschleunigen.

Renovate Switzerland hat bereits zuvor mit verschiedenen Aktionen Aufsehen erregt. So haben Aktivisten im April den Autobahnverkehr bei Lausanne, Genf und Bern blockiert. Sollte der Bundesrat bis zum Ende des Sommers mit Blick auf die Gebäudeisolierung nichts unternehmen, wollen die Aktivisten laut eigenen Angaben wieder «auf die Autobahnen zurückzukehren». (dpo)