Menschenrechte Ägypten
Verhaftungen nach Treffen mit Schweizer Diplomaten – Aktivisten sind wieder frei

Die im November verhafteten Menschenrechtsaktivisten in Ägypten wurden freigelassen. Kurz vor der Festnahmen trafen sie sich mit Schweizer Diplomaten.

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Die freigelassenen Aktivisten (von l. nach r.): Gasser Abdel-Razek, Mohamed Basheer und Karim Ennarah.

Die freigelassenen Aktivisten (von l. nach r.): Gasser Abdel-Razek, Mohamed Basheer und Karim Ennarah.

Amnesty/EIPR

(dpo) Ägypten hat drei Menschenrechtsaktivisten der Organisation Egyptian Initiative for Personal Rights (EIPR) auf Kaution aus der Haft freigelassen, teilt Amnesty International am Freitag mit. Zuvor waren sie Mitte November nach einem Treffen mit 13 westlichen Diplomaten, darunter auch dem Schweizer Botschafter in Kairo Paul Garnier, verhaftet worden.

Im Gegensatz zu anderen Staaten hat die Schweiz laut der Menschenrechtsorganisation damals nicht offiziell gegen die Verhaftungen protestiert. Die Schweizer Diplomatie pflegt in solchen Fällen häufig, hinter den Kulissen zu agieren. Doch der Menschenrechtsorganisation Amnesty reicht das nicht. Ihrer Ansicht nach soll die offizielle Schweiz «mehr Mut» an den Tag legen: «Wir erwarten, dass sie sich neben stiller Diplomatie auch öffentlich dafür ausspricht, dass der Fall eingestellt wird», fordert Michael Ineichen in der Mitteilung.

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