Aufwertung
Rapperswil-Jona kürt seinen «Unort 2021» und will ihn sogleich verschönern

Jede Gemeinde hat ihre Unorte. Rapperswil-Jona steht offen zu ihnen und will zumindest den trostlosesten unter den Trostlosen gleich aufwerten.

Merken
Drucken
Teilen
So sieht der «Unort 2021» in Rapperswil-Jona aus.

So sieht der «Unort 2021» in Rapperswil-Jona aus.

HO

(mg) Das kommt nicht alle Tage vor: Rapperswil-Jona hat seine Bevölkerung dazu aufgerufen ihren «persönlichen Unort» anzugeben. Es sei eine «vielfältige Auswahl an Beiträgen» eingegangen, heisst es auf der Homepage der Gemeinde am Zürichsee. Streng genommen spricht dies ja eigentlich auch nicht für Rapperswil-Jona. Unter all den Unorten hat schliesslich der Kulturrat seinen Favoriten gewählt – oder wohl eher das Gegenteil.

Jedenfalls fiel die Wahl auf die Unterführung St. Gallerstrasse beim Bahnhof Jona. Wie man dem beigefügten Bild entnehmen kann, ist das eine leicht bemooste Betontrostlosigkeit, an der man lieber keinen längeren Aufenthalt einplant. Aber es soll kein Unort bleiben. Wie Rapperswil-Jona schreibt, «soll der Ort noch dieses Jahr von einer regionalen Künstlerin oder einem regionalen Künstler neu gestaltet werden.» Dazu wurde ein entsprechender Wettbewerb lanciert.