Ski alpin
Schlechtes Wetter, Rennabsagen und zwei Podestplätze

Sowohl bei den Frauen wie auch bei den Männern mussten an diesem Wochenende Skirennen abgesagt werden – die Schweizer Athleten holten zwei Bronzemedaillen.

Leandro De Mori
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Ein Ski-Wochenende, geprägt von schlechten Witterungsbedingungen und Rennabsagen. Der Start in die Wettkämpfe musste sowohl bei den Frauen wie auch bei den Männern aufgrund des schlechten Wetters verschoben werden. Am Freitag hätte bei den Männern der Auftakt in die Speed-Saison in Lake Louise stattfinden sollen, zu starke Schneefälle verhinderten diesen aber.

Der Riesenslalom der Frauen im amerikanischen Killington am Samstag musste nach neun Fahrerinnen abgebrochen werden, Windböen verhinderten das Weiterführen des Rennens.

Der einzige Wettkampf der Frauen an diesem Wochenende fand am Sonntag statt. Im Slalom galt vor allem eine als Favoritin: Die Lokalmatadorin Mikaela Shiffrin. Alle vier Male, an denen in Killington ein Slalom ausgetragen wurde, triumphierte die 26-Jährige. So auch an diesem Sonntag wieder.

Shiffrin mit Gold, Holdener holt Bronze

Im ersten Lauf fuhr allerdings Petra Vlhova, die wie Shiffrin im Weltcup vor dem Slalom in Killington bei 260 Punkten stand, die schnellere Zeit. Shiffrin hatte gegenüber der Slowakin im oberen Streckenabschnitt Probleme, verbesserte sich gegen unten aber deutlich. Schlussendlich fehlten Shiffrin zwei Zehntelsekunden auf die Bestzeit im ersten Lauf.

Im zweiten Lauf fuhr Shiffrin stärker. Eine makellose Performance ermöglichten ihr einen Vorsprung auf Vlhova aufzubauen, den die Slowakin nicht mehr einholen konnte. Auch, weil ihr im oberen Streckenabschnitt ein Fehler unterlief. Vlhova musste sich mit dem zweiten Rang begnügen.

Das Podest nach dem Slalom der Frauen.

Das Podest nach dem Slalom der Frauen.

Robert F. Bukaty / AP

Wendy Holdener, die bereits nach dem ersten Lauf die drittschnellste Fahrerin war, bestätigte ihre gute Leistung auch im zweiten Durchlauf und sicherte sich die Bronzemedaille. «Das gibt Vertrauen für die Zukunft», sagte die 28-Jährige nach dem Rennen im TV-Interview.

Feuz egalisiert Rekord

Am Samstag starteten die Männer verspätet in die Speed-Saison. Die Schweizer Athleten mussten sich dabei den Österreichern geschlagen geben. Der Österreicher Vincent Kriechmayr durfte im kanadischen Lake Louise als Erster an den Start – und legte mit 1:47,97 eine sehr gute Zeit hin. Weder der vierfache Abfahrts-Weltcupsieger Beat Feuz noch Ausnahmetalent Marco Odermatt konnten den Österreicher einholen. Feuz landete knapp hinter den Österreichern auf dem dritten, Odermatt auf dem vierten Schlussrang.

Mit dem dritten Platz in Lake Louise hat Beat Feuz sogleich einen Rekord egalisiert. Kein Abfahrts-Fahrer stand öfters auf dem Podest als er. Einzig die beiden Ski-Legenden Peter Müller und Franz Klammer standen, wie nun auch Feuz, 41-mal auf dem Podest.

Kriechmayr fuhr die Anfangssektoren in Lake Louise rund drei Zehntelsekunden schneller als die Schweizer. Feuz und Odermatt machten zwar Zeit in den unteren Sektoren gut, kamen aber nicht an die Zeit des Österreichers ran. Nur Landsmann Matthias Mayer, der als Siebter startete, konnte Kriechmayrs Zeit unterbieten. Dank schnellem Start und anhaltendem hohem Tempo kam Mayer mit einem Vorsprung von 0,23 Sekunden Zielhang an.

Odermatt auf Angriffskurs

Dass die Defizite vor allem in den Anfangssektoren lagen, wusste auch Marco Odermatt im SRF-Interview nach dem Rennen zu bekunden: «Den Start müssen wir uns noch von den Österreichern abschauen», scherzte der 24-Jährige. «Ich bin aber sehr zufrieden mit meinem 4. Platz», fügte er an.

Odermatt fuhr auf den guten 4. Rang.

Odermatt fuhr auf den guten 4. Rang.

Sven Thomann/Freshfocus / Blick

Der 24-Jährige führt derzeit mit 150 Punkten den Gesamtweltcup der Männer an. Am Sonntag hätte er sich im Super-G noch einmal beweisen können. Wie bereits schon die Abfahrt am Freitag musste aber auch der Super-G aufgrund starker Schneefälle in der Nacht abgesagt werden. Bedeutet für Odermatt, dass er seine Leader-Position erst kommendes Wochenende in Beaver Creek – wo auch die abgesagte Abfahrt von Freitag nachgeholt wird – verteidigen kann.

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