Ski Alpin
Das lange Warten von Justin Murisier hat ein Ende

Justin Murisier holt in Alta Badia seinen ersten Podestplatz im Weltcup. Für den Walliser ist dies nach vielen Verletzungen eine grosse Genugtuung. Marco Odermatt wird Vierter.

Simon Scheidegger
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Zehn Jahre Warten sind genug. Justin Murisier steht in Alta Badia erstmals auf einem Weltcup-Podest.

Zehn Jahre Warten sind genug. Justin Murisier steht in Alta Badia erstmals auf einem Weltcup-Podest.

Bild: Keystone

Wenn man in den letzten Jahren darüber spekulierte, was Justin Murisier wohl noch würde erreichen können in seiner Karriere, waren viele Experten einhellig der Meinung, dass der Walliser nach all den gesundheitlichen Rückschlägen wohl näher am Rücktritt sei als daran, im Weltcup noch für Aufsehen zu sorgen. Zu gross schien die Hypothek, die unter anderem drei Kreuzbandrisse Murisier aufgeladen hatten.

Dass der 28-Jährige ein Kämpfer ist, hat er bewiesen und mehrmals betont, dass er nicht zurücktreten würde bevor er im Weltcup nicht mindestens einmal aufs Podest gefahren wäre. Ginge es nach dieser Prämisse, könnte Murisier nun die Ski an den Nagel hängen.

Zubcics Rückfall

Nach zehn Jahren im Weltcup schafft er in Alta Badia erstmals den Sprung unter die besten 3. Mit der elftschnellsten Zeit im ersten Lauf gestartet, fuhr er im zweiten kontrolliert aber mit viel Zug, sodass sich einer nach dem anderen hinter Murisier einordnen musste. Als schliesslich der Kroate Filip Zubcic vom zweiten auf den zehnten Rang zurückfiel, stand fest, dass Murisiers langes Warten ein Ende haben würde.

Auch Marco Odermatt, der in den drei bisherigen Riesenslaloms der Saison immer auf dem Podium gestanden war, fiel um vier Hundertstel knapp hinter seinen Teamkollegen zurück. Er verlor 28 Hundertstel auf Sieger Alexis Pinturault, der vor dem jungen Norweger Atle Lie McGrath seinen ersten Sieg auf der Gran Risa feierte.

Bissig mit Bestergebnis

Gino Caviezel und Semyel Bissig klassierten sich zeitgleich auf dem 13. Rang und rundeten das starke Teamergebnis von Swiss Ski ab. Bissig hatte mit der Startnummer 45 als 26. den Sprung in den zweiten Lauf geschafft. Der Nidwaldner holte dank eines starken Schlussabschnitts im zweiten Durchgang Platz um Platz auf. Am Ende resultierte dank diesem 13. Rang ein neues Bestergebnis im Riesenslalom. Anfang Dezember war er in Santa Caterina als 16. erstmals in die Weltcuppunkte gefahren.