Radsport
Italien wieder Europameister: Colbrelli feiert umjubelten Heimsieg in Trient

Sonny Colbrelli gewinnt das Strassenrennen an der EM in Trient vor dem Belgier Remco Evenepoel, zum vierten Mal in Folge steht ein Italiener ganz oben. Marc Hirschi fährt derweil auf einen starken sechsten Rang.

Dan Urner
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Marc Hirschi fuhr beim Strassenrennen in Trient auf einen guten sechsten Schlussrang.

Marc Hirschi fuhr beim Strassenrennen in Trient auf einen guten sechsten Schlussrang.

Freshfocus/Archiv

Die Schweizer Velofahrer haben einen krönenden Abschluss der Strassen-EM im italienischen Trient verpasst. Marc Hirschi zeigte beim finalen Strassenrennen eine respektable Leistung, verfehlte die Medaillenränge als Sechster allerdings (+1:43). Gino Mäder, der in den vergangenen Wochen mit einigen Achtungserfolgen aufgefallen war, hatte auf dem 179,2 Kilometer langen Parcours mit den vorderen Rängen nichts zu tun.

Den Sieg trug Sonny Colbrelli davon. Der Italiener lieferte sich ein packendes Sprintduell mit Remco Evenepoel, zog wenige Meter vor dem Ziel am enttäuschten Belgier vorbei und liess sich von den frenetischen Fans in seinem Heimatland feiern. Bronze ging an Benoît Cosnefroy. Der Franzose musste gut elf Kilometer vor der Ziellinie abreissen lassen, nachdem sich das Trio zuvor, rund 22 Kilometer vor dem Ende, vom Peloton abgesetzt hatte. Die Plätze vier und fünf belegten Matteo Trentin (Italien) und Tour-de-France-Gesamtsieger Tadej Pogačar (Slowenien).

Für Italien war es der vierte EM-Titel in Folge beim Strassenrennen der Männer. 2018 hatte Matteo Trentin gewonnen, danach folgten Elia Viviani und Giacomo Nizzolo. Für Colbrelli selbst reiht sich der Triumph indes auch in eine persönliche Erfolgsgeschichte ein, hatte der 31-Jährige sich in diesem Jahr doch etwa bereits zum italienischen Meister im Strassenrennen, zum Gesamtsieger der Benelux-Tour sowie zum Gewinner der Punktewertung der Tour de Romandie gekrönt.

Schweiz auf Platz drei im Medaillenspiegel

Auch bei den Frauen hatte die Schweiz eine Medaille im Strassenrennen knapp verfehlt, Marlen Reusser war am Samstag bis zum Schluss im Kampf um einen Podestplatz gewesen, musste schliesslich mit Platz sieben vorliebnehmen. Trotzdem kann die Schweiz auf eine zufriedenstellende EM zurückblicken, belegt sie dank zweier Goldmedaillen im Zeitfahren doch einen beachtlichen dritten Rang im Medaillenspiegel. Nebst Reusser hatte sich Stefan Küng am Donnerstag den Sieg gesichert.

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