Katar 2022
Salah wird Opfer übler Laserpoint-Attacke – diese Teams sind an der WM dabei

Was haben Mo Salah und Zlatan Ibrahimovic gemeinsam? Wer zittert noch um ein Ticket für die Fussball-WM in Katar? Wir klären auf und haben die Übersicht.

Gabriel Vilares
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27 WM-Fahrer – inklusive Gastgeber Katar – von insgesamt 32 stehen bis anhin fest. Ein Überblick, wie es in den jeweiligen Verbänden aussieht.

Europa (Uefa)

Die Portugiesen konnten Italien-Schreck Nordmazedonien im Playoff-Endspiel in Porto mit 2:0 bezwingen. Superstar Cristiano Ronaldo darf damit weiterhin vom WM-Titel träumen. Für den 37-Jährigen dürfte es die letzte Chance sein, um seine glorreiche Karriere mit dem ihm fehlenden Titel zu vergolden.

Darf noch vom WM-Titel träumen: Cristiano Ronaldo.

Darf noch vom WM-Titel träumen: Cristiano Ronaldo.

Keystone

Im zweiten Playoff-Final setzte sich Polen ebenfalls mit 2:0 gegen Schweden durch. Zum neunten Mal konnte sich die Equipe rund um Robert Lewandowski für eine Weltmeisterschaft qualifizieren. Der 40-jährige Zlatan Ibrahimovic muss sich im Winter hingegen mit der Zuschauerrolle begnügen und mit einem warmen Punsch trösten.

Das letzte verbleibende Ticket wird voraussichtlich im Juni vergeben. Wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine würde diese im Playoff-Halbfinal erst auf Schottland treffen. Den Sieger dieser Partie erwartet dann das Finalspiel gegen Wales.

(12/13): Belgien, Deutschland, Dänemark, England, Frankreich, Kroatien, Niederlande, Polen, Portugal, Schweiz, Serbien und Spanien.

Südamerika (Conmebol)

Bereits vor dem letzten Spieltag waren die vier Direkttickets nach Katar vergeben. Die Chance um einen weiteren Startplatz sicherte sich Peru mit einem 2:0-Triumph über Paraguay. Der Fünftplatzierte darf nämlich zu den interkontinentalen Playoffs antreten. Der Gegner von Peru wird am 7. Juni ermittelt. Der Gewinner zwischen Australien und den Vereinigten Arabischen Emiraten darf den asiatischen Verband im Entscheidungsspiel vertreten. Dieses steigt Mitte Juni in Katars Hauptstadt Doha.

(4/4,5): Argentinien, Brasilien, Ecuador und Uruguay.

Afrika (CAF)

Die dramatischsten Szenen ereigneten sich bei den fünf Playoff-Rückspielen am Dienstagabend bei der Partie im Stade du Senegal. In der Neuauflage des diesjährigen Afrika-Cup-Finals konnte der Senegal bereits in der 3. Minute die 0:1-Hypothek aus dem Hinspiel gegen Ägypten wettmachen. In der regulären Spielzeit und der Verlängerung fielen keine Treffer mehr. Das Elfmeterschiessen musste für die Entscheidung sorgen. Liverpool-Star Mo Salah trat zum ersten Penalty an und wurde Opfer einer Laserpoint-Attacke. Gleich mehrere Fans versuchten den Ex-Basler zu blenden – mit Erfolg. Der Versuch des 29-jährigen Ägypters landete über dem Tor. Der Afrikameister setzte sich letztlich mit 3:1 im Elfmeterschiessen durch.

(5/5): Ghana, Kamerun, Marokko, Senegal und Tunesien.

Nord- und Zentralamerika/Karibik (Concacaf)

Dank eines 4:0-Heimsiegs über Jamaika konnte sich Kanada am Sonntagabend zum zweiten Mal nach 1986 für die Endrunde einer Fussball-WM qualifizieren. In der Concacaf-Gruppe werden noch zwei weitere Plätze fix vergeben. Vor dem letzten Spieltag (in der Nacht auf Donnerstag) haben die USA und Mexiko die besten Chancen auf die weiteren Tickets. Der Vierte dieser Gruppe (aktuell Costa Rica) bestreitet die internationale Playoff-Partie gegen den Sieger der Ozeanien-Gruppe (entweder Neuseeland oder die Salomonen).

(1/3,5): Kanada

Asien (AFC)

Australien muss um ihre fünfte WM-Teilnahme in Folge bangen. Der dritte Rang in der Asien-Gruppe B reicht lediglich zum Playoff-Spiel gegen die Vereinigten Arabischen Emirate (Drittplatzierte der Asien-Gruppe A). Am 7. Juni treffen die beiden im asiatischen Playoff in Doha aufeinander. Der Sieger darf am 13. oder 14. Juni ebenfalls in Doha gegen Peru im interkontinentalen Playoff antreten.

(4/4,5): Iran, Südkorea, Japan und Saudi-Arabien.

Ozeanien (OFC)

Dieser Verband hat keinen fixen Startplatz. Im ozeanischen Playoff-Final vom Mittwochabend messen sich die Salomonen mit Neuseeland. Der Sieger dieses Spiels trifft im interkontinentalen Playoff auf den Vertreter des Concacaf-Verbands (aktuell Costa Rica).

(0,5)

Fünf WM-Fahrer werden also noch ermittelt. Trotzdem wird an diesem Freitag um 18 Uhr die Gruppenauslosung in Katar bereits über die Bühne gehen. Die Loskugel der Schweizer Nati befindet sich in Topf 2.