Katar 2022
Messi fährt zum fünften Mal an die WM – welche Teams sind sonst noch dabei?

Lionel Messi stösst in einen exklusiven Kreis vor. Wer muss in Europa in die Play-offs? In Afrika könnte eine Entscheidung am grünen Tisch fallen und im ozeanischen Verband wurde noch gar nicht gespielt. Wir klären auf.

Gabriel Vilares
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13 WM-Fahrer – inklusive Gastgeber Katar – von insgesamt 32 stehen bis anhin fest. Ein Überblick, wie es in den jeweiligen Verbänden aussieht.

Europa (Uefa)

Die Gruppenphase zur WM-Qualifikation ist beendet. 10 von 13 Tickets sind hier bereits vergeben. Als Gruppensieger haben sich folgende Teams die Teilnahme gesichert:

Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Kroatien, Holland, Schweiz, Serbien und Spanien.

Noch drei Teams können via Play-offs nach Katar. Zwischen dem 24. bis 29. März bestreiten 12 Teams in drei Play-off-Wegen jeweils Halbfinal und Final. Die Sieger der drei Wege dürfen in das Emirat. Die besten zweitklassierten Teams (Topf 1) werden am 26. November den sechs Schlechterklassierten (Topf 2) zugelost und haben Heimrecht. Für das Finalspiel wird ausgelost, wer vor heimischem Publikum spielen darf.

Topf 1: Italien, Portugal, Russland, Schottland, Schweden und Wales.

Topf 2: Nordmazedonien, Österreich, Polen, Tschechien, Türkei und Ukraine.

Südamerika (Conmebol)

Bereits vor dem Clasico stand der fünffache Weltmeister Brasilien als WM-Fahrer fest. Nach dem torlosen Remis gegen Argentinien konnte sich auch das Team rund um Super-Star Lionel Messi dazugesellen. Für den sechsfachen Weltfussballer des Jahres wird es die fünfte WM-Teilnahme sein. Der 34-Jährige ist erst der fünfte Spieler, dem dieses Kunststück gelungen ist.

Vier Spieltage vor Schluss rangiert Ecuador auf dem dritten Rang und nimmt seinen Verfolgern sechs Punkte ab. Damit besitzen die Ecuadorianer gute Karten. Auch der Viertplatzierte qualifiziert sich direkt. Zwischen dem vierten und dem neunten Platz liegen lediglich vier Punkte. Der Fünftplatzierte qualifiziert sich für die interkontinentalen Play-offs.

Argentinien rund um Super-Star Lionel Messi sind an der WM 2022 in Katar mit von der Partie.

Argentinien rund um Super-Star Lionel Messi sind an der WM 2022 in Katar mit von der Partie.

Keystone

Afrika (CAF)

Die 10 Teilnehmer für die finale Qualifikationsphase stehen fest. Im März kämpfen diese Teams in Hin- und Rückspiel um die 5 Plätze:

Ägypten, Algerien, DR Kongo, Ghana, Kamerun, Mali, Marokko, Nigeria, Senegal und Tunesien.

Ob sich die Demokratische Republik Kongo rund um den ehemaligen Super-League-Goalie Joël Kiassumbua aber 47 Jahre nach ihrer bislang einzigen WM-Teilnahme Hoffnung auf die nächste machen dürfen, wird wohl am grünen Tisch entschieden. Dank dem 2:0-Sieg gegen Benin steht die Playoff-Teilnahme eigentlich fest, aber eben nur eigentlich.

In der 90. Minute wurde Joel Kayamba für den verletzten Ben Malango eingewechselt. Zwar dürfen gemäss Fifa-Regeln fünf Wechsel getätigt werden, allerdings nur in drei verschiedenen Zeitfenstern. Der letzte Wechsel erfolgte aber zu einem vierten Zeitpunkt. Benin legte nach dem Spiel Rekurs ein.

Nord- und Zentralamerika und Karibik (Concacaf)

Kanada rund um FCB-Mittelfeldspieler Liam Miller grüsst nach zwei Siegen neu von der Tabellenspitze. Der 22-Jährige durfte beim 1:0-Erfolg gegen Costa Rica über 65 Minuten ran. Noch ist aber nichts entschieden. Den ersten und vierten Platz trennen gerade einmal zwei Punkte. Die drei Erstplatzierten fahren direkt zur WM, der Viertplatzierte hat noch die Chance über die Playoffs. Sechs Partien sind noch ausstehend. Für Kanada wäre es die erste WM-Endrunde seit 1986.

Asien (AFC)

Vier feste Plätze stehen den asiatischen Teams inklusive Australien zu. Einen fünften Startplatz kann sich eine Mannschaft im interkontinentalen Play-off sichern. Vier Runden vor Schluss ist noch kein Team direkt qualifiziert. Jeweils die zwei besten Equipen der beiden Gruppen qualifizieren sich. Sehr gut sieht es für den Iran und Südkorea aus. Sie weisen einen Vorsprung von 8 beziehungsweise 10 Punkten auf die Verfolger aus. In der Gruppe B dürfte die Entscheidung zwischen Saudi-Arabien, Japan und Australien fallen.

Ozeanien (OFC)

Dieser Verband hat keinen fixen Startplatz. 11 Mannschaften nehmen an der WM-Qualifikation teil. Der ozeanische Gewinner muss sich im interkontinentalen Entscheidungsspiel behaupten. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die angesetzten Partien verschoben. Wann die Begegnungen stattfinden, ist noch offen. Neuseeland ist das einzige Team, welches Erfahrung an einer WM-Endrunde besitzt.

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