INTERNATIONALER FUSSBALL
Ex-Barça-Verteidiger Mathieu springt kritisiertem Landsmann Lenglet zur Seite: «Jetzt wird er gekillt, ich weiss wie das ist»

Clément Lenglet, Innenverteidiger beim FC Barcelona, sieht sich wegen mehrerer Fehler massiver Kritik ausgesetzt. Jetzt spendet ihm Jérémy Mathieu Trost, der einst Ähnliches erlebt hat.

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Clément Lenglet (rechts, hier gegen Bilbaos Raúl García) sah in dieser Saison nicht immer gut aus.

Clément Lenglet (rechts, hier gegen Bilbaos Raúl García) sah in dieser Saison nicht immer gut aus.

Keystone

(frh) Clément Lenglet erlebt gerade seine schwersten Tage im Trikot des FC Barcelona. Der Franzose, der 2018 vom FC Sevilla zu den Katalanen gewechselt war, fiel in jüngster Zeit durch mehrere Aussetzer auf. Vergangene Woche liess sich Lenglet im Achtelfinal der Champions League mehrere Male von Kylian Mbappé ausspielen und beim Gegentreffer zum 1:3 verteidigte er ungenügend gegen Torschütze Moise Kean. Am Wochenende verursachte er in der Liga gegen Cadiz zudem den Elfmeter, der zum 1:1 und zum unnötigen Punktverlust führte. Nach dem Spiel soll sich Lenglet Tränen aus den Augen gewischt haben, jedenfalls deutet darauf ein Video hin, das derzeit in den sozialen Medien kursiert.

Lenglet wird von Medien und Fans gerade zu einem der Hauptverantwortlichen der aktuellen sportlichen Malaise gemacht. Es ist eine Situation, die Jérémy Mathieu an seine Zeit beim traditionsreichen Klub erinnert. Gegenüber des Radiosenders «RAC1» spricht der französische Ex-Internationale, der von 2014 bis 2017 in Barcelona unter Vertrag stand, über das 0:3 im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League von 2017 gegen Juventus Turin.

Jérémy Mathieu (rechts) verteidigte auch in den grossen Duellen gegen Real Madrid und Cristiano Ronaldo.

Jérémy Mathieu (rechts) verteidigte auch in den grossen Duellen gegen Real Madrid und Cristiano Ronaldo.

AP

Damals war Mathieu bereits zur Pause ausgewechselt worden, im Nachgang sah er sich massiver Kritik ausgesetzt. «Ich weiss nicht, warum alle auf mich losgegangen sind, es spielen ja elf Leute Fussball», sagt der inzwischen 37-Jährige über seine Erlebnisse. In der Kabine habe er sich alleine gefühlt, keiner habe ihn unterstützt. «Jetzt wird Lenglet gekillt», sagt Mathieu, «ich weiss, wie das ist.»

Seinem 25-jährigen Landsmann gibt Mathieu einen Rat auf den Weg: «Er muss jetzt positiv bleiben.»

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