Fussball im Ausland
Schalke gibt Lebenszeichen von sich – Atlético Madrid lässt weiter federn – Inter Mailand ist auf Meisterkurs

Erster Sieg seit 92 Tagen: Schalke gewinnt zu Hause gegen Augsburg und zögert den Abstieg hinaus. Kölns Lage verschärft sich nach der Niederlage gegen Mainz und stellte Trainer Gisdol frei. Inter Mailand liegt nach Sieg bereits 11 Punkte vor Milan. Freulers Atalanta dreht Partie gegen Fiorentina. Lacazette schnürt bei Arsenal-Sieg einen Doppelpack. Und Atlético kommt in Sevilla nur zu einem Punkt.

Sportredaktion CH Media
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Deutschland – Bundesliga

Können seit langem wieder mal Jubeln: Die Schalker Spieler.

Können seit langem wieder mal Jubeln: Die Schalker Spieler.

Images Europe

(sid/swe) Mit dem ersten Sieg seit 92 Tagen hat der Krisenklub Schalke 04 ein Lebenszeichen von sich gegeben - allerdings zu spät im aussichtslosen Kampf um den Klassenerhalt. Auch nach dem 1:0 (1:0) gegen den FC Augsburg ist der Abstand des Tabellenletzten zum rettenden Ufer zu gross. Bereits am 20. April in Bielefeld könnte der vierte Abstieg des Traditionsvereins feststehen.

Geburtstagskind Suat Serdar erzielte schon in der vierten Minute das Tor zum ersten Sieg seit dem 9. Januar (4:0 gegen Hoffenheim). Es war erst der zweite Dreier in den letzten 44 (!) Bundesligaspielen. Damit verhinderten die Gelsenkirchener immerhin ein peinliches Novum: Sie steigen nicht als erstes Team der Ligahistorie mit nur einem Saisonsieg ab.

Der künftige Zweitligist jubelte so früh wie schon lange nicht mehr. Nach einer Hereingabe von Can Bozdogan patzte FCA-Keeper Rafal Gikiewicz, der Ball landete vor Serdars Füssen, der das Geschenk zu seinem 24. Geburtstag dankend annahm. Es war das erste Bundesliga-Tor in der ersten Viertelstunde seit dem 20. Januar 2019, als der jetzige Augsburger Daniel Caligiuri beim 2:1 gegen den VfL Wolfsburg in der achten Minute einen Foulelfmeter verwandelt hatte.

Die Augsburger, die schon beim 2:2 im Hinspiel erst in der Nachspielzeit eine Niederlage verhindert hatten, taten sich gegen die tief stehenden Schalker nach dem Rückstand schwer. Erst nach einem Ausrutscher von Malick Thiaw kamen sie durch Marco Richter zur ersten Torchance (24.).

Der Tabellenletzte führte zur Pause verdient, hatte mehr Ballbesitz, gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe und verbuchte ein leichtes Chancenplus. Nach dem Seitenwechsel agierten die Gäste durchschlagskräftiger: Zunächst scheiterte der Luzerner Ruben Vargas an Ralf Fährmann (55.), auch Richter fand bei einem spektakulären Seitfallzieher in dem Schalke-Torwart seinen Meister (76.). Auf der Gegenseite verpasste Huntelaar mit einem starken Freistoss das 2:0 (81).

Niederlage im Kellerduell: Trainer Gisdol muss Koffer packen

(sid/swe) Nach einer Last-Minute-Niederlage im Kellerkrimi gegen den FSV Mainz 05, wurde Trainer Markus Gisdol am Sonntagabend per sofort freigestellt. Dem 1. FC Köln droht der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte. Der Tabellen-17. verlor nach einer kämpferisch ordentlichen Leistung 2:3 (1:1) gegen den direkten Konkurrenten und hat nun sechs Spiele vor Saisonende drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Mainz klettert dagegen weiter nach oben, das fünftbeste Team der Rückrunde belegt mittlerweile den 14. Platz. Jean-Paul Boetius (11.), Karim Onisiwo (65.) und Leandro Barreiro (90.+2) trafen zur Entscheidung für die Rheinhessen, die in dieser Form gute Karten haben, den Abstieg zu verhindern. Ondrej Duda (43.) per Handelfmeter und Ellyes Skhiri (61.) hatten das Spiel zwischenzeitlich gedreht.

Am Sonntag begann Köln durchaus engagiert, geriet aber gleich mit der ersten Mainzer Chance in Rückstand. Vor dem 0:1 verlor Kölns Noah Katterbach nach einem Einwurf den Ball, Boetius traf sehenswert von der Strafraumkante. Der FC wehrte sich jedoch, Köln erarbeitete sich in dieser Phase mit viel Einsatz die Kontrolle, Mainz beschränkte sich schon früh auf die Defensive, Konter und Standards. Dieser Plan ging aber nicht auf: Philipp Mwene blockte einen Schuss von Kingsley Ehizibue mit der Hand, Schiedsrichter Felix Brych entschied nach Studie der Videobilder auf Strafstoss, den Duda verwandelte.

Nach der Pause wurde es zunehmend hektisch, beide Teams hielten mit vollem Einsatz dagegen - und Mainz konnte sich auf Robin Zentner verlassen. Der Torhüter parierte einen Kopfball von Marius Wolf (58.) mit einem starken Reflex. Wenig später aber war Zentner machtlos. Nach einem Freistoss drückte Skhiri den Ball über die Linie. Dies war der Startschuss für eine hektische Schlussphase, in der Mainz nach dem Ausgleich merklich den Druck erhöhte. Gisdol versuchte seinerseits, den Sieg mit frischen Offensivkräften zu erzwingen. Doch dann schlug Barreiro in der Nachspielzeit zu.

Dortmunds Jude Bellingham (rechts) bejubelt sein Tor zum 1:1 mit Giovanni Reyna und Erling Haaland.

Dortmunds Jude Bellingham (rechts) bejubelt sein Tor zum 1:1 mit Giovanni Reyna und Erling Haaland.

Dpa

(sid/swe) Dank Teenager Ansgar Knauff hat Borussia Dortmund seine kleine Restchance auf die Champions-League-Ränge gewahrt und weiteres Selbstvertrauen für den Königsklassen-Kracher gegen Manchester City getankt. Vier Tage vor dem Viertelfinal-Rückspiel gegen das englische Starensemble drehte der BVB eine temporeiche Partie beim VfB Stuttgart, im Tor mit Gregor Kobel, und gewann verdient 3:2 (0:1).

Der 19 Jahre alte Knauff erzielte in der 80. Minute von der Strafraumgrenze das Siegtor. Die Borussia liess sich zunächst weder vom Rückstand durch den 14. Saisontreffer von VfB-Torjäger Sasa Kalajdzic (17.) beirren, noch durch den Verlust von Mats Hummels. Der Abwehrchef musste zur Pause wegen Magenkrämpfen ausgewechselt werden.

Danach wendete sich das Blatt: Youngster Jude Bellingham (47.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor und Kapitän Marco Reus (52.) mit seinem ersten Ligatreffer seit Dezember liessen die Borussia, mit Marvin Hitz und Manuel Akanji über 90 Minuten, jubeln. Doch auch Reus humpelte nach seiner Auswechslung (67.) angeschlagen in die Kabine. Daniel Didavi glich noch einmal aus (78.), ehe Knauff mit seinem Premierentor zuschlug. Der Dortmunder Rückstand auf Platz vier beträgt damit weiter sieben Punkte.

Manuel Neuer: «Ich denke, dass Flick der richtige Trainer für uns ist»

(sid/swe) Hansi Flick versuchte verzweifelt, seine zusammengewürfelte Notelf zu ordnen, doch alle Zurufe und wilden Gesten halfen nichts. Bayern München hat im Titelrennen der Bundesliga beim 1:1 (0:0) gegen Union Berlin gepatzt und geht mit nur noch fünf Punkten Vorsprung auf RB Leipzig in die abschliessenden sechs Spieltage der Bundesliga.

«Das ist natürlich sehr ärgerlich. Wir haben über weite Strecken mit der Mannschaft ein gutes Spiel gemacht. Wir hätten den Sieg verdient gehabt. Das ist bitter», sagte Kapitän Manuel Neuer bei Sky und sprach sich im Zoff zwischen Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic für eine Zukunft mit dem Coach aus: «Ich denke, dass Hansi Flick der richtige Trainer für uns ist.»

Drei Tage vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Paris St. Germain endete für die Bayern damit auch eine starke Ligaserie von zuletzt fünf Siegen. Jamal Musiala brachte die Münchner in der 68. Minute in Führung. Der eingewechselte Marcus Ingvartsen (86.) glich nach einem schnell ausgeführten Einwurf der Gäste noch aus. Für Union war es wie im Hinspiel (1:1) erneut ein Achtungserfolg gegen den Triplesieger. «Das ist historisch. Die Glückwünsche zum Klassenerhalt nehmen wir an», sagte Geschäftsführer Oliver Ruhnert. Union hat nun 40 Punkte auf dem Konto.

RB Leipzig hält den Druck auf Spitzenreiter Bayern München hoch und bringt Werder Bremen in die Bredouille: Mit einem 4:1 (3:0)-Sieg im Weserstadion gelang den Sachsen eine prompte Reaktion auf die Niederlage im Spitzenspiel gegen den Rekordmeister eine Woche zuvor. Dani Olmo (23.) und Alexander Sörloth (32., 41.) brachten die Gäste schon in der ersten Hälfte nach teilweise beeindruckenden Kombinationen klar auf Kurs. Nach der Pause schaffte Werder per Handelfmeter von Milot Rashica den Anschlusstreffer (61.), doch der Konter von Marcel Sabitzer erfolgte fast im Gegenzug (63.).

Nagelsmanns Mannschaft kombinierte geduldig, bis sich die erste Lücke auftat. Zugleich liess sie in der Defensive so gut wie nichts zu. Innenverteidiger Willi Orban, der gerade erst bis 2025 verlängert hat, nahm sich sogar den Freiraum und legte mustergültig per flacher Hereingabe das 3:0 vor. Es war dies der fünfte Liga-Auswärtssieg hintereinander für RB. Und dieser bringt Werder in Bedrängnis, denn Florian Kohfeldts Team ist weiter in Reichweite der Abstiegskandidaten.

Trotz langer Überzahl: Kein Sieg für Hertha BSC

Schiedsrichter Patrick Ittrich zeigt Goalie Yann Sommer die rote Karte.

Schiedsrichter Patrick Ittrich zeigt Goalie Yann Sommer die rote Karte.

Freshfocus

Hertha BSC hat die grosse Chance auf ein Durchatmen im Abstiegskampf fahrlässig verschenkt. Trotz über 75-minütiger Überzahl kamen die Berliner am 28. Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach nicht über ein 2:2 (1:2) hinaus und bleiben zunächst nur einen Punkt vor dem Relegationsplatz. Gladbach agierte mit Denis Zakaria, Breel Embolo wurde nach 77 Minuten eingewechselt. Nicht mit von der Partie war Nico Elvedi mit einer Wadenverletzung.

Alassane Plea (27.) und Lars Stindl (38., Foulelfmeter) hatten das Spiel nach der Führung von Santiago Ascacibar (23.) für die Gladbacher gedreht, die einen Grossteil der Partie nach der Roten Karte für den Schweizer Yann Sommer (13., Notbremse) in Unterzahl absolvierten. Jhon Cordoba (49.) glich für Hertha aus. Die Berliner agierten gegen das frühe Gladbacher Pressing defensiv gut sortiert.

Frankfurt kommt der Königsklasse immer näher

Frankfurt feiert einen wichtigen Sieg gegen Tabellennachbar Wolfsburg.

Frankfurt feiert einen wichtigen Sieg gegen Tabellennachbar Wolfsburg.

AP

Eintracht Frankfurt mit Djibril Sow kommt der Champions League dank eines Offensivfeuerwerks immer näher. Die Hessen gewannen auch das nächste Schlüsselspiel im Rennen um die Königsklasse gegen den VfL Wolfsburg mit 4:3 (2:1) und vergrösserten damit ihr Polster auf Platz fünf zumindest vorübergehend auf zehn Punkte. Nach dem Erfolg im direkten Duell winkt nun sogar Platz drei, die Wölfe sind nur noch einen Zähler voraus.

Daichi Kamada (8.), Luka Jovic (27.), Andre Silva (54.) und Erik Durm (61.) trafen gegen die bis dahin beste Defensive der Liga und sorgten trotz des Eigentors von Tuta (84.) nach mehr als fünf Jahren mal wieder für einen Heimsieg gegen die Wölfe. Für den VfL, für den Ridle Baku (6.) und Wout Weghorst (46.) trafen, war die erst zweite Pleite der Rückrunde im Kampf um die Königsklasse allerdings kein Beinbruch, die Chancen sind weiter bestens.

Ex-YB-Trainer Adi Hütter hatte sein Team nach den Big-Points in Dortmund (2:1) gewarnt, zu sehr in den Verwaltungsmodus zu schalten. «Es ist immer ratsam, auch mal in den Rückspiegel zu schauen. Das Ziel beim Autofahren ist aber dennoch, nach vorne zu schauen», sagte der Österreicher: «Das werden wir auch im Fussball tun.»

Wolfsburg, mit Kevin Mbabu in der Startelf, legte los wie die Feuerwehr. Yannick Gerhardt (3.) scheiterte zunächst noch am glänzend reagierenden Kevin Trapp, beim perfekten Schlenzer von der Strafraumkante von Baku war der Schlussmann dann allerdings machtlos. Angepeitscht von den Anfeuerungsrufen von rund 40 Fans vor dem Stadion hatten die Hessen aber die passende Antwort parat. Kamada verwertete aus 14 Metern einen perfekten Rückpass von Erik Durm. Beide Teams zeigten von Beginn an, warum sie im Rennen um die Königsklasse beste Karten haben. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung auf höchstem Niveau.

Wolfsburg kombinierte sich ein ums andere Mal über die rechte Seite und den überragenden Baku gefährlich in den Strafraum, auf der Gegenseite sorgten Silva, Jovic und Kamada für mächtig Wirbel. Jovic scheiterte erst per Kopf an der Unterkante der Latte (13.), ehe er nach perfektem Rückpass von Andre Silva seine Torflaute von neun Spielen beendete. Nach dem Wechsel erwischte der VfL erneut einen Blitzstart, mit dem ersten Angriff traf Weghorst. Doch damit nahm das Spektakel erst richtig seinen Lauf. Die Eintracht antwortete erneut schnell - und diesmal sogar gleich doppelt. Trotz Vorsprung liess sich die Eintracht in der Schlussphase auf einen offenen Schlagabtausch ein, beide Teams kamen noch zu einigen Chancen.

Die Tabelle

England – Premier League

(sid) Manchester United hat den Ausrutscher von Tabellenführer Manchester City genutzt und den Rückstand auf elf Punkte verkürzt. Der englische Rekordmeister gewann am Sonntag 3:1 (0:1) bei Tottenham Hotspur und machte Boden auf den Lokalrivalen gut, zudem hat United noch ein Spiel in der Hinterhand.

Der Brasilianer Fred (57.) mit seinem ersten Saisontor und der 19 Jahre alte Mason Greenwood (79./90.+6) trafen nach der Pause für United. Tottenham war durch Heung-Min Son (40.) zunächst in Führung gegangen. Die Spurs fielen somit im Rennen um die Champions-League-Plätze wieder hinter Titelverteidiger FC Liverpool auf den siebten Platz zurück.

(swe) Arsenal London bekundete auswärts bei Sheffield United keine Mühe und gewann klar mit 3:0. Alexandre Lacazette schnürte dabei einen Doppelpack. Grant Xhaka spielte bei den Gunners durch. Trotz des Sieges dürfte der europäische Zug für die Londoner abgefahren sein.

War alles andere als zufrieden: Pep Guardiola nach der Niederlage gegen Leeds.

War alles andere als zufrieden: Pep Guardiola nach der Niederlage gegen Leeds.

EPA

(dpa/sim) Der englische Tabellenführer Manchester City hat in der Premier League eine überraschende Niederlage kassiert. Trotz einer Halbzeit in Überzahl unterlagen die Citizens am Samstag Zuhause mit 1:2 (0:1) gegen Leeds United. Der Siegtreffer für die Gäste fiel erst in der Nachspielzeit.

Matchwinner für Leeds war Stuart Dallas, der beide Tore erzielte (42./90.+1). Die Gäste zeigten mit Aussenverteidiger Ezgjan Alioski im Etihad-Stadion von Beginn an eine starke Defensivleistung, wurden aber durch einen Platzverweis kurz vor der Halbzeitpause geschwächt. Nach VAR-Sichtung sah Liam Cooper für ein zu hartes Einsteigen gegen Gabriel Jesus die Rote Karte.

Ferran Torres (76.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die spielbestimmenden Citizens, die den Druck immer mehr erhöhten und deutlich mehr Torschüsse abgaben. Doch Leeds steckte trotz Unterzahl nicht auf und hatte sogar schon vor dem Siegtor die Chance zur erneuten Führung, als Raphinha im Strafraum plötzlich frei vor City-Torwart Ederson auftauchte, jedoch nicht am Keeper vorbeikam.

In der Tabelle hat Man City weiter 14 Punkte Vorsprung auf den Zweiten Manchester United, der zwei Partien weniger absolviert hat. Das Team von Pep Guardiola braucht damit maximal noch elf Punkte zum Gewinn der siebten englischen Meisterschaft.

Liverpool dreht Spiel gegen Villa

Liverpools Roberto Firmino (rechts) bei der Schussabgabe gegen Aston Villa.

Liverpools Roberto Firmino (rechts) bei der Schussabgabe gegen Aston Villa.

EPA

Liverpool hat nach acht sieglosen Heimspielen wieder in Anfield gewonnen. Durch das 2:1 (0:1) gegen Aston Villa verbesserten sich die Reds am Samstagnachmittag zumindest vorläufig auf den vierten Tabellenplatz. Mohamed Salah (75.) und Trent Alexander-Arnold (90.+1) liessen Trainer Jürgen Klopp jubeln, nachdem die Gäste aus Birmingham zuvor durch Ollie Watkins (43.) geführt hatten. Liverpool, ab der 89. Minute mit Xherdan Shaqiri, hatte vorher Pech gehabt, als ein Tor von Roberto Firmino wegen einer hauchdünnen Abseitsposition vom Videoschiedsrichter aberkannt wurde.

Die Tabelle:

Italien – Serie A

(sid) Auf Meisterkurs bleibt Inter Mailand. Der Spitzenreiter gewann am Sonntag dank des Treffers von Matteo Darmian (77.) 1:0 (0:0) gegen das abstiegsbedrohte Team von Cagliari Calcio und liegt elf Punkte vor Rivale AC Mailand.

Der Tabellendritte Juventus Turin um Cristiano Ronaldo besiegte am Sonntag den CFC Genua mit 3:1 (2:0). Die Tore für den Meister, der zwölf Zähler hinter der Spitze liegt, markierten Dejan Kulusevski (4.), Alvaro Morata (22.) und der Ex-Bundesligaprofi Weston McKennie (70.). Für Genua traf Gianluca Scamacca (49.). Valon Behrami wurde zur Pause ausgewechselt.

(swe) Atalanta Bergamo feiert den nächsten Sieg. Die Norditaliener mit Remo Freuler über 90 Minuten, bezwangen die Fiorentina mit 3:2. Duvan Zapata brachte Atalanta mit zwei Toren in der ersten Hälfte in Front, doch Florenz konnte im zweiten Umgang ausgleichen. Josip Ilicic per Elfmeter sicherte Atalanta schliesslich drei Punkte.

Milan's Zlatan Ibrahimovic fliegt gegen Parma mit rot vom Platz.

Milan's Zlatan Ibrahimovic fliegt gegen Parma mit rot vom Platz.

AP

(sid/swe) Der AC Mailand liegt in der italienischen Serie A klar auf Champions-League-Kurs. Der 18-malige Meister festigte trotz einer Roten Karte gegen Topstar Zlatan Ibrahimovic (60.), durch ein 3:1 (2:0) bei Parma Calcio Rang zwei hinter dem Stadtrivalen Inter. Der souveräne Tabellenführer kann den Vorsprung an der Spitze am Sonntag mit einem Sieg gegen Cagliari Calcio wieder auf elf Punkte ausbauen.

Der Ex-Frankfurter Ante Rebic (8.), Franck Kessie (44.) und Rafael Leao (90.+4) erzielten die Tore von Milan. Parma schwebt als Tabellenvorletzter in akuter Abstiegsgefahr, daran änderte auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Riccardo Gagliolo (66.) nichts.

Die Tabelle:

Spanien – Primera Division

Die Spieler von Real Madrid feiern den Sieg im Clasico gegen Barca.

Die Spieler von Real Madrid feiern den Sieg im Clasico gegen Barca.

AP

(swe) Atlético Madrid muss weiter federn lassen. Die Madrilenen fuhren auswärts gegen Betis Sevilla nur einen Punkt ein - 1:1. Damit verspricht der Endspurt in La Liga grosse Spannung. Atlético führt nun ein Punkt vor Rivale Real und zwei Punkte vor dem FC Barcelona. Acht Runden bleiben noch zu spielen.

(sid) Mit einem Zittersieg im 279. Clasico hat Real Madrid das spanische Titelrennen noch spannender gemacht. Der Rekordmeister bezwang den FC Barcelona mit 2:1 (2:0) und übernahm vom punktgleichen Lokalrivalen Atletico Madrid über Nacht die Tabellenführung. Für Barca, die einen Zähler dahinter folgen, endete eine Serie von 19 Ligaspielen ohne Niederlage. Am Sonntag könnte Atletico mit einem Sieg bei Betis Sevilla wieder auf drei Punkte davonziehen.

Karim Benzema, der nach neun Clasicos ohne Tor per Hacke die Führung erzielte (13.), und Kroos mit einem abgefälschten Freistoss (28.) trafen für Real. Oscar Mingueza verkürzte (60.).

Die Königlichen, von Trainer Zinedine Zidane wie schon beim 3:1 am vergangenen Dienstag in der Champions League gegen den FC Liverpool mit einer 4-3-3-Formation ins Spiel geschickt, begannen mit einem Hauch von weissem Ballett. Die perfekte Hereingabe von Lucas Vazquez verwertete Benzema höchst anspruchsvoll zur frühen Führung.

Kroos erhöhte mit seinem ersten Clasico-Treffer, hatte allerdings Glück, dass sein Schuss unhaltbar für Ter Stegen abgefälscht wurde. Kurz darauf traf Federico Valverde den Pfosten (34.). Barca fand lange kein Rezept gegen die effektiven Königlichen. Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sorgte Superstar Lionel Messi, der mit seinem 45. Clasico mit dem verletzten Real-Kapitän Sergio Ramos gleichzog, mit einem Eckball an den Pfosten (45.+1) und einer Grosschance (45.+3) für Gefahr vor dem Real-Tor.

Im strömenden Regen versuchten die Katalanen mit dem eingewechselten Weltmeister Antoine Griezmann nach der Pause, mehr Druck in der Offensive zu entwickeln. Prompt gelang der Anschlusstreffer. Real blieb mit Kontern gefährlich, ging mit seinen Chancen aber verschwenderisch um. In der Schlussphase forderten Messi und Co. nach einem Zupfer von Ferland Mendy gegen Martin Braithwaite vehement einen Elfmeter - aber vergeblich (83.). Real verlor kurz vor Schluss Casemiro mit Gelb-Roter Karte (90.+1). Sekunden vor dem Ende traf Barcas Ilaix Moriba noch die Latte (90.+4).

Die Tabelle:

Frankreich – Ligue 1

Kylian Mbappe (links) bringt PSG mit seinem Tor nach 16 Minuten auf die Siegesstrasse.

Kylian Mbappe (links) bringt PSG mit seinem Tor nach 16 Minuten auf die Siegesstrasse.

AP

(sid) Paris St. Germain hat die Generalprobe für das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Bayern München locker gewonnen. Der französische Meister bei Racing Strassburg souverän mit 4:1 (3:0). Mit 66 Punkten bleibt PSG als Zweiter hinter dem OSC Lille (69), der bereits am Freitag 2:0 (0:0) in Metz gewonnen hatte.

Der schon am Mittwoch im Hinspiel gegen München zweimal erfolgreiche Kylian Mbappe (16.) eröffnete im Elsass den Torreigen, nach Treffern von Pablo Sarabia (27.) und Moise Kean (45.) stand es schon zur Pause 3:0. Moise Sahi Dion (63.) verkürzte für Strassburg, ehe Leandro Paredes (79.) wieder den alten Abstand herstelle.

Omlin sieht Spektakel

(swe) Montpellier und Marseille trennen sich in einem torreichen Spiel 3:3-Unentschieden. Das Heimteam ging bereits in der ersten Spielminute in Führung, doch Marseille drehte die Partie und stand vor dem Sieg. Doch Montpellier, mit Jonas Omlin im Tor, glich in der Nachspielzeit (93.) noch aus. Der Gast war nach einer roten Karte ab der 62. Minute nur noch in Unterzahl agierend.

Die Tabelle: