Abfahrt in Garmisch
Schweizer Doppelsieg! Corinne Suter feiert 1. Saisonsieg – Jasmine Flury das 2. Karrierepodest

Schweizer Party bei der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen. Corinne Suter feiert vor Teamkollegin Jasmine Flury den überlegenen Sieg. Die 27-jährige Schwyzerin befindet sich auf dem Weg zur Bestform – und das vor Olympia.

Gabriel Vilares
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Corinne Suter fährt bei der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen zu ihrem ersten Saisonsieg.

Corinne Suter fährt bei der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen zu ihrem ersten Saisonsieg.

Keystone

Pünktlich auf die Olympischen Winterspiele in Peking kommt Corinne Suter so richtig in Fahrt. Die 27-jährige Schwyzerin liess in Garmisch-Partenkirchen mit der Trainingsbestzeit am Donnerstag bei der Abfahrt aufhorchen und manövrierte sich damit in die Position der Favoritin. Auch, weil namhafte Athletinnen für die Rennen in Bayern fehlen. So waren beispielsweise Lara Gut-Behrami, Michelle Gisin und Sofia Goggia aus verschiedenen Gründen nicht am Start.

Suter hielt dem Druck stand. Die Abfahrts-Weltmeisterin fand auf der Kandahar die richtige Mischung aus Risiko und Kontrolle. Die Schwyzerin konnte mit einer blitzsauberen Fahrt den ersten Saisonsieg eintüten. «Mir ist eine super Fahrt gelungen. Ich konnte das umsetzen, was ich mir vorgenommen habe. Das ist extrem cool. Ich habe mich bereits am Start gut gefühlt. Es hat ziemlich alles gepasst.» Für Suter ist es der vierte Weltcup-Sieg in ihrer Karriere.

«Das muss gefeiert werden»

Aus Schweizer Sicht sollte es noch besser kommen. Nach der überlegenen Bestzeit von Suter stürzte sich Jasmine Flury den Hang runter, rückte ihrer Teamkollegin bei der zweitletzten bis auf drei Hundertstel auf die Pelle. Nach einem Fehler im Steilhang verlor die Bündnerin kurz die Balance und viel Zeit. Dennoch reichte der Rückstand von 0.51 Sekunden Im Ziel für den 2. Rang. Der Doppelsieg war damit perfekt.

«Es könnte nicht besser sein. Das gibt eine richtige Fete. Schön, dass ich das mit Corinne teilen kann», so die 28-jährige Flury, die ihr zweites Weltcup-Podest realisierte. Für Suter war der Umstand schlicht «unglaublich». Man habe dieses Szenario im Vorfeld mal besprochen. «Das muss gefeiert werden», jubilierte Suter. Die Österreicherin Cornelia Hütter (+0.78) komplettierte das Podest.

Mit Joana Hählen (8.), Priska Nufer (14.), Jasmina Suter (20.) und Noemi Kolly (24.) liessen sich weitere Swiss-Ski-Athletinnen Weltcup-Punkte gutschreiben. Am Sonntag steigt mit dem Super-G das letzte Rennen vor den Olympischen Spielen.

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