Nahrungsmittel
So wird die Umweltbelastung der Ernährung reduziert

Gezielte Importe und weniger Foodwaste: Acroscope hat untersucht, wie die Umweltbelastung der Ernährung reduziert werden kann. Das Konsumverhalten hat einen grossen Einfluss.

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Die Vermeidung von Nahrungsmittelverlusten und -abfällen wirkt sich immer positiv auf die Umweltwirkung aus. (Symbolbild)

Die Vermeidung von Nahrungsmittelverlusten und -abfällen wirkt sich immer positiv auf die Umweltwirkung aus. (Symbolbild)

Keystone

(abi) Wie kann die Umweltbelastung unserer Ernährung reduziert werden? Dieser Frage gingen Forschende von Agroscope, dem Kompetenzzentrum der Schweiz für landwirtschaftliche Forschung, nach und veröffentlichten am Donnerstag ihre Antworten. Konkret untersuchten sie zwei Massnahmen: die Wahl spezifischer Import-Herkunftsländer mit besonders umweltfreundlicher landwirtschaftlicher Produktion und das Vermeiden von Nahrungsmittelverlusten und -abfällen, was zu weniger Importen führt.

Die Studie zeigt: Beide Massnahmen wirken sich positiv auf die Umweltbelastung der Ernährung aus, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Allerdings sei deren Wirksamkeit unterschiedlich. So haben gemäss Agroscope Optimierungen bei den Import-Herkunftsländern vor allem bei standortabhängigen Umweltwirkungen einen positiven Effekt. Es geht dabei um geografische Gegebenheiten wie Wasserverfügbarkeit oder wie stark die Artenvielfalt gefährdet ist.

Weniger Foodwaste hilft immer

Bei anderen Umweltwirkungen und vor allem auch bei Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs würden sich diese Massnahme weniger deutlich auswirken, heisst es weiter. Ausserdem bestimmt die Gesetzgebung, wie umweltfreundlich ein Import-Herkunftsland ist – beispielsweise mit der Regelung der Pflanzenschutzmittel.

Die Vermeidung von Foodwaste wirkt sich hingegen immer positiv aus. Sie reduziere die Umweltwirkungen des Schweizer Warenkorbes landwirtschaftlicher Produkte um 11 bis 38 Prozent und bei der Abholzung sogar um bis zu 87 Prozent. Dabei hat die Reduktion von tierischen Produkten einen grösseren Einfluss auf die Umweltwirkung als pflanzliche. «Das Konsumverhalten hat also ebenfalls einen Einfluss auf die Umweltbelastung unserer Ernährung», fasst Agroscope zusammen. Hier könne jede und jeder einen Beitrag leisten.