Öffentliche Finanzen
Keine Schweizer Stadt gibt so viel Geld für Kultur aus wie Genf

Das Bundesamt für Statistik weist erstmals die Kulturausgaben der grössten Schweizer Städte aus. Noch vor Zürich und Basel liegt Genf auf dem ersten Platz.

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Gemeinhin gilt Basel als Kulturhauptstadt der Schweiz. Bei den öffentlichen Kulturausgaben liegt jedoch Genf vorne.

Gemeinhin gilt Basel als Kulturhauptstadt der Schweiz. Bei den öffentlichen Kulturausgaben liegt jedoch Genf vorne.

Keystone

Die Stadt Genf ist Spitzenreiter, wenn es darum geht, Geld für Kultur auszugeben. Das zeigt eine neue Statistik des Bundes, die am Montag veröffentlicht wurde. 2019 flossen über 300 Millionen Franken des Genfer Budgets in die Kultur, am meisten profitieren davon die Sparten Musik und Theater. Am zweitmeisten zahlt Zürich mit 219 Millionen. Bei den Ausgaben pro Kopf liegt jedoch Basel-Stadt auf dem zweiten Platz. Dort werden jährlich 1115 Franken pro Einwohnerin und Einwohner ausgeben.

Insgesamt beobachtet das Bundesamt für Statistik (BFS) einen leichten Anstieg der öffentlichen Kulturfinanzierung. 2019 beliefen sich die Ausgaben von Bund, Kantone und Gemeinden auf rund 3 Milliarden Franken. Die wichtigste Rolle nehmen dabei die Städte ein: Das BFS spricht ihnen eine «wichtigen Zentrumsfunktion» im Kulturbereich zu. Während etwa in der Stadt Zürich die Pro-Kopf-Ausgaben 525 Franken betragen, belaufen sie sich für den ganzen Kanton auf lediglich 132 Franken.

Während die öffentliche Hand stetig mehr für Kultur ausgibt, zeichnet sich bei den Privaten ein Rückgang ab. In den Jahren 2012 bis 2014 erreichten die Kulturausgaben der Haushalte einen Höchststand, seither sinken sie leicht. Am meisten geben die Romands für Kultur aus. Gemäss den neusten Zahlen des BFS sind es inklusive Medienkonsum pro Monat und Haushalt 348 Franken. (gb)

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