Literatur
Martina Clavadetscher gewinnt den Schweizer Buchpreis

Der Schweizer Buchpreis geht an die Autorin Martina Clavadetscher. Die Schwyzerin erhält die Auszeichnung für ihr Buch «Die Erfindung des Ungehorsams».

Drucken
Teilen
Martina Clavadetscher ist die diesjährige Preisträgerin des Schweizer Buchpreises.

Martina Clavadetscher ist die diesjährige Preisträgerin des Schweizer Buchpreises.

Ihr Buch sei «ein waghalsiger Text, der den künstlichen Wesen Leben einhaucht», heisst es in der Begründung der Jury. Beim Werk von Martina Clavadetscher «verschmilzt die Erzählkunst mit den Mitteln von Lyrik und Drama». Die 42-jährige Literatin erhält neben dem Titel auch ein Preisgeld von 30'000 Franken.

Neben ihr waren Thomas Duarte mit «Was der Fall ist», Michael Hugentobler mit «Feuerland» und Veronika Sutter mit «Grösser als Du» nominiert. Der ebenfalls nominierte Christian Kracht hat sein Werk medienwirksam zurückgezogen. Clavadetschers Buch ist eine «feministische Dystopie, die mitten im technoiden Machbarkeitswahn und einer berührenden, ungeheuren Einsamkeit der Gegenwart angesiedelt ist», wie es unser Literaturredaktor formulierte.

Für die Jury des Buchpreises ist es «eine Hymne an das Erzählen als emanzipatorische und urmenschliche Kraft». Insgesamt waren 92 Titel aus 65 Verlagen eingereicht worden. Der Schweizer Buchpreis wurde am Sonntag in Basel verliehen. (mg)

Aktuelle Nachrichten