Film
Locarno Film Festival konnte Online-Publikum verdoppeln

Am Samstag ging das 74. Film Festival Locarno zu Ende. Über 78'000 Zuschauer haben die Vorführungen besucht, die Online-Reichweite hat sich gegenüber 2019 verdoppelt.

Peter Walthard
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Präsident Marco Solari zog eine positive Bilanz der diesjährigen Ausgabe des Festivals.

Präsident Marco Solari zog eine positive Bilanz der diesjährigen Ausgabe des Festivals.

Keystone

Der Entscheid, trotz Pandemie auf die Piazza Grande von Locarno zurückzukehren, habe sich als richtig erwiesen, sagte Präsident Marco Solari zum Abschluss der 74. Ausgabe des Locarno Film Festival am Samstag. Wie das Festival am Sonntag mitteilte, konnte das Festival während elf Tagen 78'600 Zuschauer anlocken. Allein auf der Piazza Grande wurden 29'700 Besucher gezählt. In den Kinosälen waren es 48'900. Aus der Filmbranche nahmen rund 2'800 Fachleute teil, dazu rund 1000 Vertreter der Filmindustrie und über 700 Journalistinnen und Journalisten. Stark angewachsen ist die Online-Reichweite: Sie habe sich mit 290'000 Besuchern der Website und drei Millionen Seitenaufrufen gegenüber 2019 verdoppelt, heisst es in der Mitteilung.

Er sei überwältigt und zufrieden mit seiner ersten Ausgabe, sagte der neue künstlerische Leiter Giona A. Nazzaro: «Die Reaktion der Menschen auf der Piazza, in den Kinosälen und auf den Strassen von Locarno ist für uns ein sehr bewegendes Zeichen der Wiedergeburt», sagte er laut Medienmitteilung. Auch der operative Leiter Raphaël Brunschwig sprach von einer «Wiederbelebung» der Piazza Grande. «Angesichts des komplexen Szenarios, in dem diese Ausgabe geplant und durchgeführt wurde, sind wir mit den Ergebnissen zufrieden», sagte er.

Dario Argento erhält Preis für Lebenswerk

Den ersten Preis gab es für den Film «Vengeance is mine, all others pay cash» des indonesischen Regisseurs Edwin. Er wurde mit einem goldenen Leoparden ausgezeichnet. Der Spezialpreis der Jury ging an Qui Jiongjiong für «A new old play». Den Leoparden für die beste Regie erhielt Abel Ferrara für «Zeros and ones». Als beste weibliche Darstellerin wurde Anastasiya Krasovskaya und als beste männliche Darsteller Mohamed Mellali und Valero Escolar ausgezeichnet.

Eine «besondere Erwähnung» verdiente sich der Schweizer Lorenz Merz mit «Soul of a beast» und Chema García Ibarra mit «Espíritu sagrado». Der Variety Piazza Grande Award wurde für «Rose» von Aurélie Saada verliehen, der Prix du Public UBS für «Hinterland» von Stefan Ruzowitsky. Zudem wurde der Lifetime Achievement Award an Dario Argento übergeben, dies für sein Werk und seine überraschende Schauspielleistung in «Vortex» von Gaspar Noé, wie es in einer Mitteilung heisst.

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