Zigaretten und Co.
Kommission will Werbung für Tabakprodukte in Zeitungen und Internet zulassen

Die Gesundheitskommission des Nationalrates schlägt Anpassungen beim Entwurf des Tabakproduktegesetzes vor in Bezug auf die Werbebeschränkungen.

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Werbung für Tabakprodukte soll im Internet und in der Presse erlaubt sein - sofern diese nicht für Minderjährige bestimmt sind. (Symbolbild)

Werbung für Tabakprodukte soll im Internet und in der Presse erlaubt sein - sofern diese nicht für Minderjährige bestimmt sind. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) In der Presse und auf Internetseiten, die nicht für Minderjährige bestimmt seien, soll Werbung für Tabakprodukte erlaubt sein. Dafür soll Werbung für Zigaretten und Co. sowohl in Kinos als auch im öffentlichen Raum weitgehend verboten werden. Dies entschied eine Mehrheit der nationalrätlichen Gesundheitskommission anlässlich der Beratungen zum Entwurf des Tabakproduktegesetzes, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten.

Das Sponsoring bei Veranstaltungen für Minderjährige soll nach Ansicht der Kommission ebenfalls verboten werden. Jedoch soll die Verkaufsförderung von E-Zigaretten weiterhin möglich sein. Zudem will eine Mehrheit der Kommission nicht, dass Firmen ihre Werbeausgaben dem Bundesamt melden müssen. Weiter entschied die Gesundheitskommission, dass Produktinformationen auf Verpackungen gekürzt und vereinfacht werden sollen. Hinweise auf eine biologische Produktion sollen weiterhin erlaubt sein.

Eine Minderheit lehnte den Entwurf als Ganzes ab, ihrer Meinung nach greife das Gesetz zu stark in das Handeln der Unternehmen und Bürger ein. Insgesamt liegen 38 Minderheitsanträge vor, heisst es in der Mitteilung.

Das neue Tabakproduktegesetz soll insbesondere die Jugendlichen vor den negativen Folgen des Tabakkonsums schützen. Die Vorlage kommt in der Wintersession in den Nationalrat.