Verschwörungstheorien
Rassismus-Kommission: «Internet ist voll von Hass, Diskriminierung und Vorurteilen»

Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus zeigt sich beunruhigt über die Zunahme von Hass und Diskriminierung. Die Suche nach Sündenböcken begünstige Verschwörungstheorien.

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Eine Vielzahl von Verschwörungstheorien bringt die Pandemie mit antisemitischen Motiven in Verbindung. (Symbolbild)

Eine Vielzahl von Verschwörungstheorien bringt die Pandemie mit antisemitischen Motiven in Verbindung. (Symbolbild)

Keystone

(gb) In der Coronakrise nehmen Hass und Intoleranz weltweit zu, auch in der Schweiz. Dies schreibt die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Rassismus vom Sonntag in einer Mitteilung. In einer von Ungewissheit geprägten Zeit würden Diskriminierungen häufiger auftreten, weil die Menschen nach Sündenböcken suchten.

Der Hass wird laut der Kommission durch Gerüchte und Desinformation angeheizt. «Die sozialen Netzwerke und das Internet sind voll davon», heisst es in dem Schreiben. Dies schwäche den sozialen Zusammenhalt und die Demokratie. Eine beunruhigende Rolle spielten dabei auch antisemitische Verschwörungstheorien.

So hätten etwa die Antisemitismusberichte für das Jahr 2020 eine Vielzahl an Verschwörungstheorien festgestellt, bei denen eine jüdische Verschwörung mit der Pandemie in Verbindung gebracht werde. Dies zeigt laut der Kommission dass der in der Schweiz schwelende Antisemitismus bei einer Krise rasch aufflamme.